Here comes the sun
Ätherische Zitrusöle

Ich persönlich liebe Regentage und auch das graue Wetter trübt meine Stimmung nicht. Ich weiß aber, dass ich da eher eine Ausnahme bin. Die meisten Menschen haben genug von der kalten Jahreszeit und dieses nass-kalte Wetter schlägt vielen auf das Gemüt. Die Sehnsucht nach milden Temperaturen und sonnigen Frühlingstagen macht sich breit. Diese Sehnsucht können wir mit ätherischen Zitrusölen zumindest vorübergehend stillen. Zitrusöle bieten vielfältige Möglichkeiten. Sie bringen Sonne in unser Zuhause und sorgen für ein frisch-fruchtiges Lebensgefühl.

Wie werden ätherische Zitrusöle eigentlich gewonnen?

Aus den Fruchtschalen von Zitrusfrüchten wie etwa Bergamotte, Grapefruit, Limette, Mandarine, Orange und Zitrone werden duftende Essenzen gewonnen. Zitrusschalenöle, auch Agrumenöle genannt, werden durch Expression (mechanisches Auspressen) gewonnen. Das ätherische Öl befindet sich bei Zitrusfrüchten in den Schalen, die sehr hitzeempfindlich sind und daher mechanisch ausgepresst werden. Durch Raspeln wird die äußere Schicht der Fruchtschale zerstört und die Ölbehälter werden so zum „Platzen gebracht und der Duftstoff kann in Behältern gesammelt werden.“ (Zimmermann 2011: 17)

Die Schalen werden heute in „waschmaschinenartigen Trommeln abgeraspelt und mit Wasser heruntergewaschen“. (ebd. 2011: 17, Hervorhebungen im Original) Im Anschluss daran wird das Gemisch aus Wasser, ätherischem Öl und abgeraspelten Fruchtschalen gefiltert und abzentrifugiert.

Bei Zitrusschalenölen ist es sehr empfehlenswert auf kontrolliert biologische Qualität zu achten, denn Zitrusfrüchte aus konventionellem Anbau werden meist mit Pestiziden behandelt, die durch die Herstellungsart des Pressens in das ätherische Öl wandern. (vgl. ebd. 2011: 175)

 

Wie lange sind Zitrusöle haltbar?

Die meisten Zitrusöle sind aufgrund des hohen Monoterpengehaltes auch bei guter Lagerung (lichtgeschützt, kühl, kaum Sauerstoff in der Flasche) nur maximal 1,5 Jahre haltbar. Je älter ätherische Zitrusöle sind, desto mehr können sie zu Hautreizungen führen. Eine Ausnahme ist Bergamotteöl, das ca. 3 Jahre lang hält. (vgl. ebd. 2011: 31)

 

Vorsichtsgebote – Was muss bei der Anwendung von Zitrusölen beachtet werden?

Zitrusschalenöle sind in der Regel gut verträglich, jedoch muss bei der Anwendung einiges beachtet werden! Es gilt immer zu bedenken: Jedes ätherische Öl ist ein hochkonzentriertes Vielstoffgemisch! Ein achtsamer und gekonnter Umgang mit ätherischen Ölen ist daher ganz besonders wichtig.

Ätherische Zitrus(schalen)öle sind photosensibilisiernd bis hin zu photomutagen, d.h. sie machen lichtempfindlich und können in Verbindung mit ultraviolettem Licht (Sonnenlicht, Solarium) sogar verbrennungsartige Zustände bis hin zu Pigmentstörungen hervorrufen. Nach der Anwendung auf der Haut muss daher unbedingt für einige Stunden auf Sonnenbäder und Solarium verzichtet werden! (vgl. auch ebd. 2011: 175)

Wenn ein Zitrusöl auf der Haut überdosiert wird oder ein oxidiertes Öl in der Badewanne Verwendung findet (was nicht passieren sollte), dann kann es vor allem in Verbindung mit warmem Wasser zu Hautreizungen kommen.

Außerdem gilt zu bedenken, dass Zitrusöle manche Kunststoffarten (Thermoplasten) angreifen. Zitrusöle können zwar zum Putzen verwendet werden, dürfen aber eben nicht mit Kunststoff in Berührung kommen.

Was im Umgang mit ätherischen Ölen noch zu beachten ist, gibt es im Beitrag „naturreine (echte) ätherische Öle“ nachzulesen.

 

Ätherische Zitrusöle im Portrait

Hier stelle ich einige meiner Lieblingszitrusöle vor, die alle zur Familie der Rautengewächse (Rutaceae) gehören. Zitrusöle erhellen unsere Stimmung, erheitern unser Gemüt, bringen Leichtigkeit und Frische in unsere Gedanken, schärfen unsere Konzentration, haben eine beruhigende Wirkung (jedoch ohne zu ermüden) und reinigen ganz nebenbei auch noch die Raumluft. Auch unserer Haut tun die Agrumenöle gut: Sie pflegen die Haut, straffen das Gewebe und untersützen die Entschlackung.

Bergamotte (Citrus bergamia)

Bergamotteöl ist ein  wahrer Lichtbringer: Bergamotte bringt Licht ins Dunkel unserer Seele, unterstützt in schweren Krisenzeiten und ist bei Angst und Depression ein sehr wertvoller Begleiter.

Grapefruit (Citrus paradisi)

Grapefruitöl vermittelt Heiterkeit. Dr. Alan Hirsch, ein Geruchsforscher aus den USA, hat außerdem in einer Studie herausgefunden, dass Frauen, die sich mit rosa Grapefruit beduften von Männern um sechs Jahre jünger geschätzt werden. (vgl. Zimmermann 2012: 50)

Limette (Citrus aurantiifolia)

Limettenöl duftet nach Sommer, Sonne und nach erfrischenden Cocktailkreationen. Es macht gute Laune und sorgt für Entspannung.

Mandarine (Citrus reticulata)

Mandarinenöl wirkt stark beruhigend und entkrampfend und bietet ängstlichen und gestressten Menschen eine duftende Unterstützung. Es versetzt uns in eine freudige Stimmung und hilft bei Unruhe und innerer Anspannung.

Orange süß (Citrus sinensis)

Der süße Duft von Orangenöl lässt uns die Süße des Lebens wahrnehmen. Die Orange vermittelt Wärme und Unbeschwertheit und hilft uns Dinge nicht ganz so schwer zu nehmen. Außerdem beschenkt uns der Orangenduft mit Entspannung und Gelassenheit.

Zitrone (Citrus limonum)

Die Zitrone sorgt für Frische und bringt Schwung und Freude in unseren Alltag. Auch auf unsere Konzentrationsfähigkeit wirkt sich Zitronenöl positiv aus. Uns so ganz nebenbei wird auch noch die Raumluft gereinigt.

Zedrat (Citrus medica)

Die Zedratzitrone gilt als die Ur-Zitrone, besteht vor allem aus der gelben Flavedoschicht und wird zur Zitronatherstellung herangezogen. Für mich duftet das ätherische Öl der Citrus medica ganz besonders fruchtig.

Ätherische Zitrusöle haben auch auf der körperlichen Ebene sehr viel an Unterstützung zu bieten. Vertiefende Lektüre hierzu (und zu ätherischen Ölen, fetten Ölen und Hydrolaten im Allgemeinen) bieten die Bücher von Eliane Zimmermann und Susanne Fischer-Rizzi (siehe weiter unten), die ich besonders empfehlenswert finde.

Duftende Rezepturen

Räume, die mit ätherischen Zitrusölen beduftet sind wirken besonders hell und strahlen eine Freundlichkeit aus. Die folgenden Mischungen eignen sich zur Raumbeduftung:

Here comes the sun

5 Tropfen Zitrone oder Zedrat

3 Tropfen Bergamotte

2 Tropfen Orange süß

Diese Mischung in die mit Wasser befüllte Schale der Duftlampe träufeln.

 

Beautiful day

5 Tropfen Limette

3 Tropfen Zedrat

2 Tropfen Bergamotte

Diese Mischung in die mit Wasser befüllte Schale der Duftlampe träufeln.

 

Sonnendeck

20 Tropfen Grapefruit

20 Tropfen Mandarine

20 Tropfen Orange süß

100 ml Weingeist

Die ätherischen Öle mit dem Weingeist in eine saubere Sprühflasche (aus Glas!) füllen und als Raumspray verwenden.

Literatur

Fischer-Rizzi, Susanne (2008): Himmlische Düfte. Das große Buch der Aromatherapie. Aarau: AT Verlag.

Zimmermann, Eliane (2011): Aromatherapie für Pflege- und Heilberufe. Kursbuch für Ausbildung und Praxis. Stuttgart: Haug.

Zimmermann, Eliane (2012): Aromatherapie. Die Heilkraft ätherischer Pflanzenöle. München: Irisiana.

 

 

Minimalismus

Derzeit scheint eine minimalistische Lebensweise schon fast zum Trend geworden zu sein. Es gibt mittlerweile zahlreiche Ratgeber und Blogs, die sich mit Minimalismus befassen. Mich begleitet dieses Thema in der einen oder anderen Form schon seit geraumer Zeit und ich möchte den heutigen Beitrag daher dem Minimalismus widmen.

Vor einigen Jahren war ich zu Gast in einer Wohnung, in der kaum Möbel standen. Die wenigen Bücher waren sorgfältig auf dem Boden platziert. Das Geschirr in der Küche war auf ein Minimum reduziert und der Tee wurde in einer wunderschönen Porzellankanne serviert und schmeckte köstlich. Die wenigen Möbelstücke waren aus edlem Holz und die Überzüge aus fein ausgewählten Stoffen. Alles war weit und ich konnte so richtig aufatmen. Das Gefühl der Weite hat mich nachhaltig fasziniert und immer wieder musste ich im Laufe der Jahre an diese Wohnung und diesen damit verbunden Lebensstil denken – ein Leben, das Wesentliches in den Fokus rückt und genügend Raum lässt für das Sein. Ein Leben, in dem Qualität Priorität hat.

Als ich damals zurück in meine eigenen vier Wände gekommen bin, wollte ich am liebsten sofort auch diese Weite in mein Zuhause einziehen lassen. Ich habe einigen Menschen in meinem Umfeld von dieser minimalistischen Lebensweise erzählt und die Reaktionen waren meist gleich: „Sehr interessant, aber so könnte ich nicht leben.“

Meine diesbezüglichen Ideen habe ich bald wieder verworfen und über die Jahre viele Dinge angesammelt: Bücher, CDs, Dekorationsgegenstände, Küchenutensilien, Kleidungsstücke und vieles mehr. Viele von uns haben die Tendenz, Dinge anzusammeln. Wir sind erstaunt, was sich eigentlich alles so in unseren Kästen befindet, wenn wir einen genauen Blick hinein werfen. Immer mehr zu wollen gehört heutzutage schon fast zum guten Ton. Nicht nur in Bezug auf Gegenstände. Hektik und Stress scheinen Statussymbole geworden zu sein und werden oftmals mit Erfolg gleichgesetzt. Bei all dieser Hektik und der dauernden Bestrebung alles noch effizienter zu gestalten gerät unser Leben oft auch mal aus den Fugen.

Was beudeutet Minimalismus eigentlich?

Minimalismus ist mehr als ein bisschen auszumisten und sich von ein paar Gegenständen zu trennen. Minimalismus bedeutet für mich vor allem zu überlegen, was für uns ein gutes Leben ausmacht und was wir für so ein Leben wirklich brauchen. Minimalismus bedeutet, sich mit einigen Fragen ehrlich zu befassen:

Was zählt im Leben wirklich? Worauf möchte ich meinen Fokus legen? Was ist für mich wesentlich? Was macht ein gutes Leben eigentlich aus?

Diese Fragen beschäftigen uns alle im Laufe unseres Lebens immer und immer wieder. Dieses Hinschauen, die ehrliche Auseinandersetzung mit diesen Fragen, ist von Zeit zu Zeit besonders wertvoll und hilft uns dabei, den Fokus zu finden oder zu halten. Es geht um ein langfristiges Umdenken. Minimalismus bedeutet genau hinzuschauen, was wir in unser Leben lassen.

Reduzieren auf das Wesentliche

Ein neues Jahr hat begonnen und dieses Jahr steht für mich persönlich unter dem Motto „Reduzieren auf das Wesentliche“. Ich räume nun schon seit Wochen in meiner freien Zeit auf: Ich setzte mich mit den Dingen auseinander, die in meiner Wohnung und in meiner Praxis ein Zuhause gefunden haben. Jeder einzelne Gegenstand hat eine Geschichte und viele der Sachen erinnern mich an Vergangenes. Das bewusste Ausmisten, das Loslassen von Dingen hat immer auch etwas Aufarbeitendes. Wir befassen uns mit unserer Vergangenheit, mit den Entscheidungen die wir getroffen haben, mit dem Weg, den wir bisher gegangen sind. Und wir setzen uns intensiv mit uns selbst auseinander. Wir erleben, was uns im Leben wirklich wichtig ist, wo unsere Prioritäten liegen und was uns aufrichtig bewegt. Wir verabschieden das Alte und machen Platz für das Jetzt. Mit der Ordnung kommt auch die Klarheit. Es wird klar ersichtlich, wo wir stehen. Diese Klarheit ist wohltuend, weit, weich.

Vielleicht ist das neue Jahr auch dazu da umzudenken. Wieso sollen wir eigentlich immer mehr wollen? Warum können wir nicht einfach auch mal damit zufrieden sein, was schon da ist? Dieses Jahr, 2017, könnten wir uns doch einfach mal vornehmen, wirklich ehrlich zu uns selbst zu sein – loszulassen, was nicht mehr gut tut, und das, was da ist dafür ganz besonders zu schätzen.

 

Literaturempfehlungen

Förster, Jens (2015): Was das HABEN mit dem SEIN macht. Die neue Psychologie von Konsum und Verzicht. München: Pattloch.

Jay, Francine (2016): Less is more. Von der Freude des Weglassens. München: mosaik.

Wringham, Robert (2016): Ich bin raus. Wege aus der Arbeit, dem Konsum und der Verzweiflung. München: Heyne Encore.

 

 

 

 

Markttage im neuen Jahr

Duftende Kostbarkeiten einkaufen. Gemütlich schmökern. Individuelle Beratung.

Auch im neuen Jahr finden wieder die feinschmökern – Markttage statt.

Einmal im Monat gibt es die Möglichkeit fein duftende Kostbarkeiten einzukaufen und gemütlich zu schmökern.

BESONDERHEIT IM JÄNNER: Beim feinschmökern – Markttag am 13. Jänner 2017 gibt es neben dem regulären Sortiment einen kleinen Flohmarkt. Ich habe frischen Wind in die Praxis gebracht und lasse einige Dinge los, die nun ein neues Zuhause finden sollen: Bücher rund um die Themen Garten, Kräuter und Heilpflanzenkunde sowie Leerbehälter (u.a. Glas- und Plastikflaschen in allen möglichen Größen), Rührzubehör (z.B. Silikonformen), ein Herbarium und Raumbeduftungsgeräte. Die Dinge sind in einwandfreiem Zustand und zu sehr günstigen Preisen zu erwerben. Auf der feinfühlen Facebook-Seite sind einige Fotos der Bücher, Flaschen und Formen zu sehen.

Im regulären Sortiment der feinfühlen Kräutermanufaktur & Duftpraxis sind:

– 100 % naturreine ätherische Öle

– Hydrolate (ohne Zusätze)

– fette Pflanzenöle zum Kochen, zur Nahrungsergänzung und für die sanfte Hautpflege

– Räucherkräuter und Harze

– Tee- und Gewürzkräuter

– Raumbeduftungsgeräte und Räucherzubehör

– Geschenkgutscheine für Beratungen und Produkte

– Literatur rund um die Welt der Kräuter und Heilpflanzen

– nachhaltige Frauenhygieneartikel

Die naturreinen ätherischen Ölen, die fetten Pflanzenöle sowie die Tee- und Gewürzkräuter sind biozertifiziert. Die BIO-Hydrolate sind frei von Zusätzen und somit besonders mild.

Gerne stelle ich auch individuelle Geschenkpakete und Gutscheine für Beratungen und Produkte für Sie zusammen.

Selbstverständlich gibt es auch außerhalb der feinschmökern – Markttage die Möglichkeit einzukaufen. Vereinbaren Sie dazu bitte einfach telefonisch oder per Email einen Termin.

Markttag im Jänner 2017

Fr, 13. Jänner 2017 von 17.00- ca. 20.00 Uhr

ORT: Neulerchenfelder Straße 40, 1160 Wien

Anmeldungen sind nicht erforderlich.

Terminvorschau

Im Februar findet aller Voraussicht nach kein Markttag statt. Gerne können Sie dennoch telefonisch oder per Email einen Termin zum Feinschmökern ausmachen – auch außerhalb der regulären Markttage! Im März gibt es dann wieder eine Fortsetzung der Markttage.

Sinnvoll schenken

Weihnachten steht vor der Türe und viele von uns stellen sich die Frage, was sie schenken sollen. Wie können wir eigentlich sinnvoll schenken? Welche Möglichkeiten gibt es diesbezüglich? Sollen wir einander überhaupt etwas schenken?

Wenn wir Mitte Dezember einen Einkaufsbummel in Wien wagen, dann wird der Weihnachtswahnsinn so richtig sichtbar: Menschenmassen drängen sich durch grell beleuchtete Geschäfte, die meisten Menschen wirken besonders gestresst und die Suche nach dem „perfekten“ Geschenk gestaltet sich äußerst mühsam. Aus Mangel an Ideen oder schlicht und einfach deshalb, weil unser Gegenüber doch eigentlich schon alles hat, schenken wir oft Dinge, die weder Freude bringen noch nützlich sind.

Wenn man sich mit dem gegenwärtigen Konsumwahn näher befasst, kommt einem eigentlich das Grauen. Ausbeuterische Arbeitsverhältnisse und hochgiftige Chemikalien sind fast schon die Norm in der Textilindustrie geworden. Nach Alternativen zu suchen benötigt Geduld. Die Herstellung von unseren heiß geliebten Elektronikgeräten frisst Ressourcen und schadet unserer Umwelt in hohem Maß. Schokoladepralinen sind gefüllt mit Zucker und synthetischen Aromen, die unserer Gesundheit wohl nicht dienen. Kosmetika und Parfums sind voll mit Substanzen, die eigentlich nicht auf unsere Haut sollten.

Sind die Geschenke erst einmal ausgepackt entstehen Berge an Müll: Geschenkpapier wandert in den Mülleimer, Plastikverpackungen kommen gleich mit dazu. Alle Produkte, die wir kaufen, durchlaufen drei Phasen: Produktion, Vertrieb und Entsorgung. Als Nebenprodukt dieser Phasen entstehen meist Schadstoffe. Auch die Produktionsbedingungen sind oft fragwürdig. (vgl. Jay 2016: 291)

Nun naht das Weihnachtsfest in großen Schritten und viele von uns haben wahrscheinlich noch keine Geschenke und sind deswegen schon ein wenig unter Strom. Wie wäre es, wenn wir dieses Jahr ein wenig umdenken und uns Alternativen überlegen? Wer nicht gänzlich auf den Austausch von Geschenken verzichten möchte, findet hier einige Anregungen.

Auf materielle Geschenke verzichten

Wir könnten auf materielle Geschenke verzichten. Schenken wir einander doch einfach etwas Zeit. Wir können zum Beispiel miteinander kochen, mit nahrhaften und wertvollen Lebensmitteln. Wir könnten eine gemeinsame Wanderung planen oder zusammen ins Theater gehen.

Wenn wir etwas besonders gerne tun (z.B. Cremen rühren, kochen, photographieren, musizieren, usw.) können wir anderen auch anbieten gemeinsam zu rühren, ein bestimmtes Rezept auszuprobieren, Fotos zu machen oder zu musizieren.

Gemeinsam spenden

Eine weitere Möglichkeit auf materielle Geschenke zu verzichten wäre, wenn wir uns innerhalb unserer Familie oder in unserem Freundeskreis darauf einigen für eine wohltätige Organisation zu spenden oder in einer Suppenküche auszuhelfen. Auch hier verbringen wir bei der Auswahl der Organisation Zeit miteinander und/oder helfen gemeinsam.

Sinnvoll schenken – Ideen für materielle Geschenke

Wenn wir uns dafür entscheiden doch etwas zu schenken, dann könnten wir zunächst einmal genauer über das Schenken und die zu Beschenkenden nachdenken, bevor wir Sinnloses einkaufen.

Was ist wirklich gebraucht oder bringt tatsächlich Freude?

Wir könnten uns überlegen, was unser Gegenüber eigentlich wirklich braucht oder was dem oder der Beschenkten tatsächlich Freude bringen würde. Wir können einen achtsamen Umgang mit dem Austausch von Geschenken entwickeln, in dem wir unsere Familie und FreundInnen fragen, was diese sich wünschen und nur Dinge schenken, die auch benötigt werden. Wenn wir Kinder beschenken, dann könnten wir die Eltern fragen, was derzeit gebraucht ist und nicht das zwanzigste Plüschtier anschaffen, das dann irgendwo in einer Ecke des Kinderzimmers verstaubt.

Sinnvoll schenken – Geschenke selber machen

Bevor wir industriell gefertige Nahrung oder Kosmetikartikel kaufen, die in Wahrheit alles andere als wohltuend sind,  können wir viele Geschenke auch selbst herstellen. Diese selbst gemachten Geschenke bringen außerdem unsere Wertschätzung für unser Gegenüber noch einmal mehr zum Ausdruck, da wir das Präsent extra für die jeweilige Person herstellen (und nicht bereits hergestellt kaufen). Wir müssen uns im Vorfeld überlegen, was unserer Freundin, unserem Partner oder unserer Mutter gefallen könnte – mit welchen Gewürzen die selbst gemachte Schokolade verfeinert werden soll oder welche Duftnoten das selbst gerührte Körperöl beinhalten könnte. Der Vorteil solcher Geschenke besteht darin, dass wir wissen, was diese enthalten und wir uns für biologische und fair gehandelte Rohstoffe entscheiden können, aus denen wir dann individuelle Kreationen selbst anfertigen und so sinnvoll schenken.

Hochwertige Produkte kaufen oder bereits Vorhandes schenken

Wenn wir nichts selber machen wollen, dann können wir uns überlegen, von wo wir Produkte beziehen und uns vielleicht sogar damit auseinandersetzen, wie diese hergestellt werden. Wir könnten etwa die heimische Kreativszene mit unserem Kauf unterstützen oder regionale Lebensmittel verschenken. Kleider könnten auch in Secondhandläden gekauft werden.

Eine weitere Option wäre es, für unsere Dinge ein neues Zuhause zu finden. Das sollte natürlich im Vorfeld mit FreundInnen und Familienmitgliedern abgesprochen werden. Wenn ein guter Freund sich ein Küchengerät wünscht, das wir im Repertoire haben und kaum benutzen, wäre es dann nicht sinnvoll, wenn dieses Gerät in den Besitz von jemanden gerät, der/die es auch regelmäßig verwenden kann? Wenn wir alte Platten zuhause haben, die wir nur selten hören, die sich eine Freundin aber unbedingt wünscht, wäre es dann nicht gut, diese Platten herzugeben? Wir könnten so wieder Ressourcen schonen: Dinge bleiben im Umlauf, die Energie für die Produktion wird gespart, usw.

Mitbringsel

Die Feiertage sind auch die Zeit, in der wir meist bei Verwandten und FreundInnen eingeladen sind und entweder etwas mitbringen oder etwas bekommen. Wir können auch hier einiges beachten: Zunächst könnten wir klären, ob Mitbringsel überhaupt erwünscht sind. Das mag vielleicht komisch klingen, aber wieso eigentlich nicht? Wie viele von uns haben etliche Weinflaschen zuhause (und trinken diese vielleicht gar nicht) oder bekommen regelmäßig die gleichen Schokoladepralinen (die auch nicht gegessen, sondern erst recht wieder verschenkt werden oder verderben)? Vielleicht schenken wir stattdessen Einkaufsgutscheine für Lebensmittel? Dann können unsere Lieben selbst entscheiden, was sie möchten? Oder wir machen einige Vorschläge und lassen unsere Tante oder unseren Onkel, bei dem wir über Weihnachten zu Besuch sind, selbst entscheiden? So vermeiden wir, dass Dinge ungenutzt bleiben und dann vielleicht sogar weggeschmissen werden.

Nachhaltige Verpackung

Wenn wir nicht auf das Verpacken verzichten können, dann gibt es auch im Bereich der Geschenkverpackung einige ressourcenschonende Möglichkeiten. Wir können auf herkömmliches Geschenkpapier zur Gänze verzichten und stattdessen alles in Zeitungspapier wickeln – vielleicht findet sich sogar ein spannender Artikel, den der/die Beschenkte auch gleich noch lesen kann. Wir können auch unsere Verwandtschaft darum bitten, dieses Jahr die Geschenke nur in bereits vorhandenes Papier zu packen und nur Schleifen zu verwenden, die sie noch zuhause gesammelt haben und die weiter im Umlauf bleiben können.

Als dekorative Elemente eignen sich Naturmaterialien wunderbar: Tannenzweige oder Tannenzapfen zieren Geschenke genauso hübsch wie getrocknete Apfel- und Orangenscheiben oder Zimtstangen. So können wir einige Dekorationselemente dann auch gleich weiter verwenden. Zimt eignet sich hervorragend zum Würzen, Apfel- und Orangenscheiben können unseren Wohnräumen eine dekorative Note verleihen und Tannenzweige und Zapfen unsere weihnachtliche Tafel verzieren.

Literaturempfehlungen

Jay, Francine (2016): Less is more. Von der Freude des Weglassens. München: mosaik.

Weitere Empfehlungen:

Wringham, Robert (2016): Ich bin raus. Wege aus der Arbeit, dem Konsum und der Verzweiflung. München: Heyne.

Interessante Webseiten

https://www.zeit-statt-zeug.de/de/

Frau sein – Frau bleiben
Frauenheiltage 2016

Vergangenes Wochenende habe ich mich auf den Weg nach München gemacht, um an einer Tagung mit dem Titel „Frau sein-Frau bleiben“ teilzunehmen, die von Natura Naturans organisiert wurde. Als ich das Tagungsprogramm gelesen habe, war mir sofort klar, dass ich dorthin muss! Von den meisten ReferentInnen hatte ich schon lange etliche Bücher zuhause und es war schon länger ein Wunsch diesen Menschen auch tatsächlich einmal zu begegnen. Einige Vortragende kannte ich noch nicht und war auch auf diese Kräuterkundigen gespannt. Der Weg nach Deutschland hat sich wirklich gelohnt: Die Frauenheiltage 2016 waren für mich ein Hochgenuss und ich möchte mich auch an dieser Stelle für die perfekte Organisation bedanken!

Bereits der Empfang am ersten Morgen war herzlich. Prof. Dr. Ingrid Gerhard hat einen aufrüttelnden Vortrag über die Auswirkungen von Umweltproblemstoffen auf Hormonlage und Fruchtbarkeit gehalten und anschaulich erklärt, wie sich etwa Holzschutzmittel, Amalgam oder auch Nanopartikel in herkömmlichen Kosmetika auf die Gesundheit auswirken. Monika Huber hat über den Zusammenhang von Stress und hormonellem Gleichgewicht berichtet, uns einen tollen Überblick über die Hormone DHEA, Progesteron und Cortisol gegeben und uns die Arbeit mit bioidentischen Hormonen näher gebracht. Zwischen den Vorträgen sorgte Theodor Hundhammer mit etwas Eurhythmie für Abwechslung. In den Pausen gab es verschiedenste Teemischungen, unterschiedlichste individuell zubereitete Getränke, leckere Kekse und Kuchen. Die Räucherexpertin Marlis Bader hat ihren Vortrag mit einer feinen Räucherung begonnen und uns mit großer Begeisterung in die Welt der Frauenrituale eingeführt. Nach dieser rituellen Entdeckungsreise ging es weiter mit Daniela Wolff, die einen sehr berührenden und inspirierenden Vortrag über Frauenpflanze für die Seele gehalten hat. Margret Madejsky hat danach Gesundheitsgetränke und Entgiftungskonzepte für die hormonelle Balance erläutert und viele Rezepte für passende Getränke mitgegeben.

Der nächste Tag hat mit Dr. Ursula Stumpf begonnen, die uns von Pflanzen und Göttinnen erzählt hat und ihre Erzählungen mit einer sehr angenehmen Pflanzenmeditation ausklingen ließ. Die Ausführungen der Naturheilärztin Heide Fischer befassten sich mit der Yamswurzel, einem wahren Multitalent unter den Frauenheilpflanzen. Olaf Rippe hat über die Pflanzen der Venus gesprochen und wertvolle Anregungen zur Behandlung von Frauenleiden nach traditionell abendländischen Gesichtspunkten gegeben. Im Anschluss an den Vortrag konnten wir venusische Teemischungen und einen aphrodisierenden Kräuterlikör mit dem vielversprechenden Namen Venuswave mit nachhause nehmen. Das haben wir natürlich alle gerne gemacht. Nach der Mittagspause, die wir in einem italienischen Restaurant im schönen Stadtteil Lehel verbracht haben und die genügend Zeit für angenehme Gespräche bot, konnten wir Gabriela Nedoma´s Beitrag über die Gemmotherapie lauschen, der von eindrucksvollen Photographien von Knopsenquerschnitten umrahmt wurde. Am Ende hat Margret Madejsky uns mit ihrer frisch-fröhlichen Art noch über die Intimpflege mit Heilpflanzen aufgeklärt.

Es gab immer die Möglichkeit Fragen zu stellen und auch der Austausch mit den ReferentInnen war in den Pausen gut möglich. Die Vorträge waren allesamt ausgezeichnet und liebevoll zusammengestellt. Nachhause gefahren bin ich sehr glücklich, mit vielen neuen Impulsen und dem Entschluss schon sehr bald wieder zu kommen. Und jetzt gönne ich mir erstmal eine Tasse Lindenblütentee, einem der besten Tees um den Feierabend zu zelebrieren, wie ich gelernt habe.

 

Hautpflege
Weihnachtlicher Workshop
Weihnachtsgeschenke selber machen

Duftende Weihnachtsgeschenke selber machen. Sinnvoll und nachhaltig schenken. Wertvolle Inhaltsstoffe. Biologische Qualität. Wissen, was drinnen ist.

Dieser Weihnachts-Workshop ist für alle Menschen gedacht, die sinnvoll und nachhaltig schenken und ihre Weihnachtsgeschenke selber machen möchten. Die Geschenke werden im Rahmen des Workshops gemeinsam hergestellt und bestehen aus wertvollen biologischen Zutaten. Sie entscheiden selbst, welche Inhaltsstoffe Ihre Produkte enthalten sollen.

Wir stellen folgende Produkte her:

2x Lippenpflegestift (6 ml) aus Bienenwachs und hochwertigen Ölen • 1x Duschgel (100 ml) aus bereits fertiger, Naturkosmetik zertifizierter Duschgel-Basis, die individuell beduftet werden kann • 1x Roll-On (10 ml) • 1x Körperspray/Parfum (30 ml) mit 100% naturreinen ätherischen Ölen nach Wahl • 1x Körperöl (30 ml) mit hochwertigen Pflanzenölen

Termin

Sa, 3. Dezember 2016, 16.00 Uhr-ca. 18.00 Uhr

Anmeldung, Teilnahmegebühr, Ort

Der weihnachtliche Workshop „Hautpflege“ findet in den Praxisräumen in der Neulerchenfelder Straße 40, 1160 Wien statt.

Eine Teilnahmegebühr von 60 Euro, inkl. MwSt. kann vor Ort bezahlt werden.

Im Preis enthalten sind Arbeitsmaterialien, die Herstellung von insgesamt 6 Geschenken (s.o.), ein Skriptum, ein Notizheft, Pausensnacks und Getränke.

Auf Wunsch können gerne auch weitere Produkte hergestellt werden. Diese werden gesondert verrechnet.

Anmeldungen sind unter praxis@feinfuehlen.at oder unter +43 664 22 70 710 bis spätestens 26. November 2016 möglich.

 

Raumdüfte
Weihnachtlicher Workshop
Weihnachtsgeschenke selber machen

Duftende Weihnachtsgeschenke selber machen. Sinnvoll und nachhaltig schenken. Stimmige Raumdüfte aus naturreinen ätherischen Ölen herstellen.

In diesem Workshop erfahren Sie wie Innenräume bestmöglich beduftet werden, welche Vorteile eine natürliche Raumbeduftung hat und nach welchen Kriterien ausgewogene Duftmischungen zusammengestellt werden. Wir stellen dann gemeinsam verschiedenste Duftmischungen her, die Sie zu Weihnachten verschenken oder auch einfach für sich selbst kreieren können. Dabei verwenden wir ausschließlich 100% naturreine ätherische Öle in Bioqualität.

 

Wir stellen folgende Raumdüfte her:

1x entspannende Duftmischung aus 100% naturreinen ätherischen Ölen (2 ml) • 1x belebende Duftmischung (2 ml) • 1x sinnliche Duftmischung (2 ml) • 3x Raumspray (je 30 ml)

 

Termin

So, 27.11.2016, 16.00 Uhr-ca. 18.00 Uhr

 

Anmeldung, Teilnahmegebühr, Ort

Der weihnachtliche Workshop „Raumdüfte“ findet in den Praxisräumen in der Neulerchenfelder Straße 40, 1160 Wien statt.

Eine Teilnahmegebühr von 60 Euro, inkl. MwSt. kann vor Ort bezahlt werden.

Im Preis enthalten sind Arbeitsmaterialien, die Herstellung von insgesamt 6 Raumdüften (s.o.), ein Skriptum, ein Notizheft, Pausensnacks und Getränke.

Auf Wunsch können gerne auch weitere Produkte hergestellt werden. Diese werden gesondert verrechnet.

Anmeldungen sind unter praxis@feinfuehlen.at oder unter +43 664 22 70 710 bis spätestens 19. November 2016 möglich.

Terminvorschau

Einen weiteren weihachtlichen Workshop wird es am Sa, 3. Dezember 2016 von 16.00-18.00 Uhr geben.

In diesem Workshop werden wir gemeinsam Pflegeprodukte für die Haut herstellen, wie zum Beispiel einen Lippenpflegebalsam, ein Duschgel, ein Körperöl oder ein Parfum.

 

Duftende Trancereisen

Eine duftende Auszeit. Tiefenentspannung. Balance.

Kräuter, Duft- und Räucherpflanzen werden im Rahmen der Trance als duftende Helfer herangezogen und sanft im Raum verteilt. Dabei wirken die Düfte wohlwollend auf Körper, Geist und Seele. Zu Beginn jeder Duft-Trance gibt es eine kleine Einführung in die Wirkungsweise und Qualität der jeweiligen Pflanze. In Form von „Duftankern“ können die Düfte auch nach der Trance unseren Alltag bereichern und uns zur Seite stehen.

Die Trancereisen im Mai duften fröhlich nach Leichtigkeit und nach Sonnenschein. Fruchtig-frische Zitrusdüfte lassen uns schwungvoll in das Frühjahr starten.

 

Duftende Trancereisen im Frühling 2017


Duftende Trancereisen im Mai

Di, 16.05.2017 von 18.30-ca. 20.00 Uhr

ZITRUSDÜFTE | Frisch & fruchtig durch den Frühling

Anmeldung, Teilnahmegebühr, Ort

 

Die Duftreisen werden von Michaela und Lisa Dirnbacher gestaltet und finden in den Praxisräumen in der Neulerchenfelder Straße 40, 1160 Wien statt. Eine Teilnahmegebühr von 30 Euro pro Abend kann vor Ort bezahlt werden.

Anmeldungen sind unter praxis@feinfuehlen.at oder unter +43 664 22 70 710 bis spätestens 2 Tage vor der jeweiligen Duftreise möglich.

feinschmökern – Markttage OSTERMARKT

Duftende Kostbarkeiten einkaufen. Gemütlich schmökern. Individuelle Beratung.

 

Die feinschmökern – Markttage bieten einmal im Monat die Möglichkeit fein duftende Kostbarkeiten einzukaufen und gemütlich zu schmökern. Am 31. März wird es von 16.30-ca. 20.00 Uhr einen kleinen Ostermarkt geben.

Im Sortiment der feinfühlen Kräutermanufaktur & Duftpraxis sind:

– 100 % naturreine ätherische Öle

– Hydrolate (ohne Zusätze)

– fette Pflanzenöle zum Kochen, zur Nahrungsergänzung und für die sanfte Hautpflege

– Räucherkräuter und Harze

– Tee- und Gewürzkräuter

– Raumbeduftungsgeräte und Räucherzubehör

– Geschenkgutscheine für Beratungen und Produkte

– Literatur rund um die Welt der Kräuter und Heilpflanzen

– nachhaltige Frauenhygieneartikel aus Österreich

NEU! Sonnenceme für Babys, Kinder und Erwachsene

OSTERSPECIAL! Osternester und Geschenkkörbe (gerne auch individuell angefertigt)

Die naturreinen ätherischen Ölen, die fetten Pflanzenöle sowie die Tee- und Gewürzkräuter sind biozertifiziert. Die BIO-Hydrolate sind frei von Zusätzen und somit besonders mild.

Gerne stelle ich auch individuelle Geschenkpakete und Gutscheine für Beratungen und Produkte für Sie zusammen.

Selbstverständlich gibt es auch außerhalb der feinschmökern – Markttage die Möglichkeit einzukaufen. Vereinbaren Sie dazu bitte einfach telefonisch oder per Email einen Termin.

Markttage im März 2017

Fr, 31. März 2017 von 16.30- ca. 20.00 Uhr

ORT: Neulerchenfelder Straße 40, 1160 Wien

Anmeldungen sind nicht erforderlich.

Ich freue mich auf Ihren Besuch!

 

 

 

 

Selbst sein und das ständig? Selbständigkeit, was bedeutet das eigentlich?

Ich habe mir im Rahmen meiner kleinen Sommerpause bewusst Zeit genommen, um zu sehen, wo ich in meinem Leben stehe, was ich mir wünsche und welche Anliegen mir beruflich besonders wichtig sind. Und ich habe mir viele Gedanken über die Selbständigkeit gemacht. So viel darf ich gleich mal verraten: Es wird einige Neuigkeiten geben, über die ich bald berichten werde.

Ich werde von nun an häufiger schreiben, denn die Liebe zum Schreiben ist auch ein wesentlicher Teil von mir. Ich werde vor allem Beiträge über Kräuter und Duftpflanzen verfassen, aber auch über andere Themen berichten, die mich bewegen. Es entsteht hier also auch ein Raum der Reflexion, ein Gedankenraum, ein Raum meiner inneren Stimme, ein Schreibraum.

Ich möchte heute über die Selbständigkeit schreiben. Das möchte ich schon sehr lange tun. Ich möchte gerne dazu ermutigen, auf die eigene Intuition zu hören und sich ganz bewusst immer wieder Zeit zu nehmen, um all den Wünschen Beachtung zu schenken, die da sind. Ich möchte auch davon erzählen, was es für mich bedeutet selbständig zu sein.

Vor einigen Jahren habe ich begonnen mich mit Naturkosmetik auseinanderzusetzen und im Zuge dessen recherchiert welche Produkte ich meiner Haut zumute. Diese Recherchen waren sehr augenöffnend, denn viele der sogenannten „Pflege“-Produkte erwiesen sich bei genauer Betrachtung sogar als potentiell gesundheitsgefährdend. Ich habe mich immer mehr mit dieser Materie befasst und meine Leidenschaft für das Rühren von Cremen und Salben entdeckt – eine wunderbare, duftende Angelegenheit. Wenn Bienenwachs schmilzt, Rosenwasser sanft erwärmt wird, ätherische Öle ins Spiel kommen und der ganze Raum sich mit Duft füllt, entsteht eine fast meditative Stimmung und eine satte, tiefe Zufriedenheit breitet sich in mir aus. Diese Zufriedenheit, die ich damals zum ersten Mal gespürt habe, kommt von innen und ich habe von diesem Zeitpunkt an gewusst, dass ich die Arbeit mit Kräutern, duftenden Ölen und Räucherwerk zu meinem Beruf machen möchte.

Ich verspüre eine innige Freude, wenn ich in direktem Kontakt mit Kräutern und Duftpflanzen stehe, mich intuitiv annähere, meine Hände nach getaner Gartenarbeit voller Erde sind. Die Freude ist ebenfalls spürbar, wenn ich mich wissenschaftlich mit den Wirkungen und Anwendungsmöglichkeiten von Heilpflanzen auseinandersetze. Diese von innen kommende Freude, diese Dankbarkeit, empfinde ich besonders, wenn ich mit meinen KlientInnen arbeiten darf, wenn die vielen verschiedenen Düfte in meiner Praxis den Raum zum Strahlen bringen und duftende Unterstützung bieten. Diese Freude ist da, wenn ich die Möglichkeit habe Vorträge zu halten oder Workshops zu gestalten. Kräuter und Düfte begleiten mein Leben und bringen diese satte, wohlige innere Wärme, für die ich unendlich dankbar bin. Ich habe gefunden, was wirklich zu mir gehört und das ist ein wahres Geschenk.

Dennoch stehe ich immer wieder vor großen Herausforderungen. Die Selbständigkeit ist herausfordernd. Sie bringt sehr viel Freiheit, denn ich habe das große Glück mir meine Zeit in einem hohen Maß selbst einteilen zu können. Ich habe das Glück, mein Angebot so zu gestalten, wie es mir entspricht. Ich habe das Glück, meinen Tag so zu strukturieren, wie ich es möchte. Und genau in dieser Freiheit liegt auch eine Herausforderung. Denn selbständig zu sein bedeutet eben auch, sich immer wieder selbst zu motivieren. Es bedeutet, seine eigene Struktur zu finden. Es bedeutet, manchmal tagelang wenig zu tun zu haben, dann wieder wochenlang Abendschichten einzulegen und das Wochenende mit neuen beruflichen Vorhaben auszufüllen. Es bedeutet mit viel Unsicherheit zu leben, auch wenn im Vorfeld genau geplant wird.

Es bedeutet vor allem am Anfang der Selbständigkeit nicht zu wissen, wie sich die nächsten Wochen und Monate finanziell gestalten und ob die laufenden Kosten abgedeckt werden können. Wenn Selbständige in den Urlaub fahren, haben sie im Normalfall auch kein fixes Einkommen. So verhält es sich auch im Falle eines Krankenstandes. Dennoch braucht es immer wieder Pausen, bewusste Ruhephasen, Mut zum Müßiggang.

Selbständig zu sein bedeutet vor allem sich und die eigenen Aufgaben immer wieder zu hinterfragen. Es bedeutet andauernde Selbstreflexion. Es bedeutet Pläne zu schmieden und diese auch wieder zu verändern. Es bedeutet sich auch einzugestehen, wenn Dinge nicht funktionieren und neue Wege zu finden. Es bedeutet Ehrlichkeit, vor allem sich selbst gegenüber. Es bedeutet aber auch, von anderen hinterfragt zu werden. Es bedeutet manchmal auch, sich für einen Weg zu entscheiden, der möglicherweise bei der eigenen Familie oder im weiteren Freundeskreis nicht auf großen Anklang und regen Zuspruch stößt. Es bedeutet viel Aufklärungsarbeit zu leisten, immer wieder zu erklären, was man macht und immer wieder einmal auf Unverständnis zu treffen.

Es bedeutet sich dennoch nicht beirren zu lassen und offen zu bleiben für alles, was das Leben eben bereithält – offen zu sein für Veränderungen, Höhen und Tiefen anzunehmen und ständig zu lernen. Es bedeutet, den eigenen Wissensdurst zu stillen, Fortbildungen zu besuchen und über neue Forschungsergebnisse informiert zu sein, um KlientInnen bestmöglich beraten zu können. Es bedeutet viel hineinzugeben und manchmal erst viel später etwas zurückzubekommen. Es bedeutet Geduld zu haben.

Und es bedeutet wirklich zu dem zu stehen, was man ist. Es bedeutet, sich selbst immer wieder neu zu entdecken und immer wieder den Mut zu haben weiterzumachen. Es ist eine bewusste Entscheidung und geht vielfach auch einher mit einer klaren Vision, mit einem Beruf, der auch Berufung ist. Es ist die bewusste Entscheidung, gute und schlechte Tage anzunehmen und auch nach entmutigenden Phasen wieder Kraft und Zuversicht zu schöpfen.

Der Weg in die Selbständigkeit ist herausfordernd. Wenn man beginnt der eigenen Stimme den nötigen Raum zu geben, dann ist das meist auch mit einigen „Konsequenzen“ verbunden: das Leben wird zunächst auf den Kopf gestellt, Altgewohntes wird hinterfragt, neue Sichtweisen werden entdeckt und dann beginnt sich alles zu verändern. „feinfühlen“ bedeutet vor allem ein Feingefühl für sich selbst, die eigenen Wünsche und Bedürfnisse zu entwickeln, anzuerkennen was ist und alle Gefühle, die da sind, anzunehmen.

Literaturempfehlungen

Diese Bücher eröffnen neue Perspektiven, sind inspirierend und wohltuend.

Faltin, Günter (2016): Kopf schlägt Kapital. Die ganz andere Art, ein Unternehmen zu gründen. Von der Lust, ein Entrepreneur zu sein. München: dtv.

Giesselmann, Angela (2015): Sich selbst ein Zuhause sein. Der inneren Stimme Raum geben. Volkach: Verlag der Ideen.

Kast, Verena (2014): Seele braucht Zeit. Freiburg im Breisgau: Herder.