Die Düfte unseres Lebens

Düfte spielen eine ganz wesentliche Rolle in unserem Leben.
Bereits die zahlreichen Redewendungen, die für Düfte und unseren Geruchssinn in unserem Sprachgebrauch verankert sind, weisen auf den Stellenwert von Düften hin. So geht man etwa der Nase nach, oder riecht gewisse Dinge bereits 10 km gegen den Wind. Manchen Menschen muss man alles aus der Nase ziehen. Wieder andere stecken ihre Nase gerne in die Angelegenheiten anderer. Oft haben wir auch die Nase gestrichen voll. Manchmal sind wir uns auch einig, dass wir etwas nicht riechen konnten. Aus diesen Sprichwörtern wird ersichtlich, dass Düfte oft verbunden werden mit einem feinen Gespür und mit unseren Instinkten. (vgl. Zimmermann 2011: 63)

Unser Leben beginnt mit Duft

Unser Leben könnte ohne Duftmoleküle gar nicht erst beginnen. Untersuchungen haben ergeben, dass „jede reife weibliche Keimzelle einen maiglöckchenartigen Duft (Bourgeonal) aussendet. Diesen Duft erkennen die männlichen Samenzellen ähnlich wie die Riechzellen in unserer Nase und finden so den Weg zum Ziel.“ (Zimmermann 2012: 12) Ein Embyro ist bereits zwischen dem 42. und 52. Lebenstag in der Lage zu riechen. Was der Embyro im Laufe der Schwangerschaft im Fruchtwasser zu riechen bekommt, wird seine späteren Duftvorlieben beeinflussen, denn winzige Duftpartikel können bereits ins Fruchtwasser gelangen. (vgl. ebd. 2012: 12) Düfte begleiten und bestimmen unser Leben also von Beginn an.

Wie beeinflussen Düfte eigentlich unsere Gefühle?

Düfte beeinflussen unsere Gefühle, denn Duftinformationen gelangen ohne Zensur in das limbische System. Das limbische System wird auch „Gefühlshirn“ genannt. Unsere Emotionen sind hier verankert. Neben Harmoniegefühl, Sympathie oder Antipathie sowie allgemeinem Wohlbefinden werden hier auch die autonomen Lebensprozesse gesteuert, also „Fortpflanzung, Verdauung, Ausscheidung, Herzfunktion, Blutdruck, Atmung, Stoffwechsel, Immunabwehr, Müdigkeit und Wachen, Appetit usw.“ Auch das Hormonsystem wird beeinflusst. (Keller 2006: 26f.) „Unwiderstehlich wie die Musik, kann Duft eine Reihe von Emotionen hervorrufen und unsere Lebensqualität verbessern.“ (Bremness 2002: 6)

Literatur

Bremness, Lesley (2002): Duft & Sinnlichkeit. Kräuter. Aromen. Öle. Haus & Garten. Schönheit & Entspannung. Essen & Trinken. München: BLV.
Keller, Erich (2006): Aroma-Therapie. Berlin: Ullstein.
Zimmermann, Eliane (2012): Aromatherapie. Die Heilkraft ätherischer Pflanzenöle. München: Irisiana.
Zimmermann, Eliane (2011): Aromatherapie für Pflege- und Heilberufe. Kursbuch für Ausbildung und Praxis. Stuttgart: Haug.

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