Ein gutes Bauchgefühl
Ernährung nach der TCM

Seit einiger Zeit mache ich die Ausbildung zur Ernährungsberaterin nach der Chinesischen Ernährungslehre (Traditionelle Chinesische Medizin/TCM), da ich diese Ernährungsweise für besonders stimmig halte und selbst erlebt habe, wie viel sich im Leben durch eine simple Ernährungsumstellung verändern kann. Dabei geht es immer um ein wohliges Bauchgefühl und nie um starres Kalorienzählen oder Nährwerttabellen. Die Ernährung spielt eine wesentliche Rolle zur Erhaltung unserer Gesundheit und wir können uns durch hochwertige Lebensmittel bestmöglich stärken. Ich möchte euch heute die Grundzüge der Chinesischen Ernährungslehre näher bringen.

 

Einteilung von Lebensmitteln

In der Chinesischen Ernährungslehre geht es vor allem darum, Lebensmittel in ihrer Gesamtheit zu erfassen und nicht darum, diese lediglich auf einzelne Bestandteile (wie etwa Vitamine) zu reduzieren. Die Lösung vieler gesundheitlicher Probleme liegt in einer gesunden, unserer Konstitution entsprechenden Ernährung. (vgl. Temelie 2008: 14f.) Lebensmittel werden nach Geschmack, Thermik, Wirkung und Farbe den Fünf Elementen Erde, Holz, Feuer, Wasser und Metall zugeteilt.

Die Fünf Elemente können auf vielfältige Weise miteinander interagieren. Wenn ein gesundes Gleichgewicht herrscht, dann wird jedes Element von einem anderen erzeugt und bringt ein weiteres hervor. Hier sprechen wir vom sogenannten Fütterungszyklus: „Holz nährt Feuer, die Wärme des Feuers erweckt die Erde zum Leben, aus der Erde wird Metall gewonnen, die Mineralien des Metalls machen das Wasser lebendig, Wasser nährt die Pflanzen (Holz).“ (ebd. 2008: 95; Hervorhebungen im Original; vgl. auch Maciocia 2017: 24)

 

Thermische Ausgewogenheit

Die thermische Wirkung basiert auf „Ausprobieren, Beobachtung und Instinkt.“ (Weidinger 2014: 188) Die sogenannte thermische Wirkung hat jeweils „spezielle Auswirkungen auf die Energien unseres Körpers.“ (Kafka 2016: 158)

Unterschieden werden folgende Temperaturen: heiß, warm, neutral, erfrischend (kühl), kalt. Wir ernähren uns thermisch idealerweise immer so, dass wir unsere inneren Zustände ausgleichen bzw. in Harmonie bringen. Wenn wir also, vereinfacht gesprochen, viel Hitze in uns tragen, dann werden wir versuchen diese durch kühlende Nahrungsmittel auszugleichen. Natürlich müssen wir in der Praxis noch tiefer gehen und nach den Ursachen forschen. Dieses Beispiel dient lediglich dem besseren Verständnis.

 

Heiße Nahrungsmittel sind zum Beispiel Alkohol, Pfeffer, Muskatnuss und Chili. Im Winter bieten diese Nahrungsmittel einen Ausgleich zur winterlichen Kälte. Heiße Nahrungsmittel sollten aber generell – auch im Winter – nur in Maßen konsumiert werden. Vor allem bei bestehender Hitze-Konstellation ist vom übermäßigen Einsatz dieser Nahrungsmittel abzuraten. Durch heiße Thermik können Entzündungen und vorhandene Hitze weiter angefacht werden. Die Säfte werden ausgetrocknet und auf längere Sicht wird unser YIN geschädigt.

 

Warme Nahrungsmittel sind zum Beispiel Gewürze wie Rosmarin, Basilikum und Thymian, Lauch, Zwiebel, Knoblauch oder auch Huhn. Diese Nahrungsmittel fügen dem Körper Wärme zu und sind in Maßen genossen sehr kostbar. Ein Zuviel an wärmenden Nahrungsmitteln jedoch kann zu Problemen führen – so etwa zu Anspannung, Gereiztheit oder Unruhe.

 

Neutrale Nahrungsmittel sind zum Beispiel die meisten Getreidearten, Hülsenfrüchte, Kohlsorten oder auch Rindfleisch. Solche Nahrungsmittel sind thermisch weder kühl noch warm, weder heiß noch kalt und haben meist einen süßen Geschmack. Der süße Geschmack wiederum baut Qi und Mitte auf. „Ihre ausgleichende Thermik kann den Körper in kein Ungleichgewicht bringen. Der größte Teil unserer Nahrung sollte daher aus dieser Kategorie kommen.“ (Kafka 2016: 158)

 

Erfrischende (kühle) Nahrungsmittel sind zum Beispiel Salate, die meisten Gemüse- und Obstsorten (ungekocht) und Soja. Die erfrischenden Nahrungsmittel regen die Bildung von Blut und Säften an, klären Hitze und wirken beruhigend auf Herz und Leber. Im Sommer sind kühle Nahrungsmittel ein guter Ausgleich zu den heißen Außentemperaturen. „Gekocht sind erfrischende Nahrungsmittel ideal, um ab Ende 30 das Blut und das Yin zu schützen! Sie behalten dann ihre blutaufbauende Wirkung, ohne zu kühl zu sein.“ (ebd. 2016: 159)

 

Kalte Nahrungsmittel sind zum Beispiel Südfrüchte wie Bananen, Kiwis oder Ananas sowie Salz, Algen, Wasser und Mineralwasser. „Sie schützen vor Hitze und dringen schneller und tiefer als kühlende Nahrungsmittel in den Körper ein. Auf Grund ihrer stark abkühlenden Wirkung können sie Hitze absenken. Doch sollten sie, wie auch die heißen Nahrungsmittel, nur sparsam und gezielt verwendet werden, da sie im Übermaß verwendet das Qi und das Yang schwächen.“ (ebd. 2016: 159)

 

Über die thermische Wirkung einer Speise entscheiden auch die Art und Weise der Zubereitung sowie die jeweils beigefügten Zutaten (zum Beispiel die verwendeten Gewürze):

 

  • NEUTRAL: Dünsten in wenig Wasser
  • ERWÄRMEND (Yang-Wirkung): Überbacken, langes Kochen (zum Beispiel Suppen)
  • ERHITZEND: scharfes Anbraten, Grillen, Zugabe diverser Gewürze, Zugabe von Alkohol
  • KÜHLEND: Kochen in reichlich Wasser, Kochen mit Südfrüchten (vgl. ebd. 2016: 160)

 

Geschmacksrichtungen

„Eine weitere zielgerichtete Auswahl von Nahrungsmitteln ist über die verschiedenen Geschmacksrichtungen möglich. Die fünf Geschmäcker stehen in einem direkten Bezug zu bestimmten inneren Organen. Süß reist zur Milz, Scharf zur Lunge, Salzig zur Niere, Sauer zur Leber und Bitter zum Herzen. Keine Geschmacksrichtung sollte überbetont werden, abgesehen von der süßen Kategorie: Sie wirkt ausgleichend und darf zum Energieaufbau den größten Teil der täglichen Nahrung ausmachen.“ (ebd. 2016: 160)

 

Der süße Geschmack wirkt befeuchtend, harmonisierend und energiespendend. Der scharfe Geschmack wirkt mobilisierend und zirkuliert Qi und Blut. Dieser Geschmack vermag Stagnationen aufzulösen, ist aber dennoch nur mit Vorsicht zu genießen, weil Schärfe die Säfte verletzen kann. Der salzige Geschmack wirkt erweichend und senkt die Energien in den unteren Teil des Körpers ab. Diesen Geschmack können wir zur Auflösung von Verhärtungen und Knoten einsetzen. Der saure Geschmack wirkt zusammenziehend (adstringierend) und bewahrt die Säfte. Dieser Geschmack wird vor allem verwendet, um die Körperflüssigkeiten zu schützen, so etwa bei Durchfällen, äußerer Hitze oder bei Schweißausbrüchen wie beispielsweise in den Wechseljahren. Der bittere Geschmack wirkt trocknend auf die Säfte sowie entzündungshemmend, ausleitend und senkt nach unten ab. (vgl. ebd. 2016: 160f.)

 

Ernährung für ein wohliges Bauchgefühl

Ein wesentlicher Punkt unseres alltäglichen Lebens ist die Nahrungsaufnahme. Wir alle essen und tun dies in der Regel auch mehrfach täglich. Wir können uns mehrfach am Tag stärken und zwar indem wir richtig essen! (vgl. Weidinger 2014: 132) Richtig zu essen bedeutet nach der Chinesischen Ernährungslehre für jeden etwas anderes. Der Zugang ist ein ganz individueller: Was für den einen bekömmlich ist, wird vom anderen nicht vertragen.

 

Nahrung zur Erhaltung unserer Gesundheit

In jedem Fall sollten wir uns wieder bewusst machen, dass die Nahrung dazu dient unsere Gesundheit zu erhalten! Im Einklang mit der Natur zu leben bedeutet auch sich im Einklang mit dieser zu ernähren, also das zu essen, „was die Natur zu dieser Zeit, in dieser Jahreszeit hervorbringt, und das zu essen, was unserer inneren Natur entspricht.“ (ebd. 2014: 52) Unsere Nahrung sollte immer aus frischen Zutaten aus biologischem Anbau stammen und möglichst saisonal und regional sein.

 

Instinktiv richtig oder intuitiv falsch essen

Wenn wir gut in unserer Mitte sind, dann spüren wir intuitiv, was wir vertragen und greifen automatisch zu den Nahrungsmitteln, die uns bekommen. Wenn das nicht der Fall ist, dann müssen wir erst wieder einen Weg finden, um auf unsere Instinkte zu hören. Wenn wir nicht in unserer Mitte sind, dann ernähren wir uns „INTUITIV FALSCH“, weil es „für den Körper viel anstrengender ist, etwas zu verändern, als einfach nur so weiterzumachen, wie man es bisher gemacht hat, auch wenn der Preis eine Erkrankung ist.“ (Weidinger 2014: 169; Hervorhebungen im Original) Veränderung kostet Energie und davon haben wir ohnehin oftmals wenig. Dennoch sollten wir der Veränderung eine Chance geben und einen Schritt nach dem anderen gehen.

 

Ausgewogenes Essen, Freude und ein wohliges Gefühl

Unser Essen bereiten wir so zu, dass es thermisch ausgewogen ist, möglichst alle Elemente beinhaltet und gut verdaut werden kann. Die Freude beim Essen ist für eine gute Verdauung essentiell!

Nach einem Essen sollten wir uns herrlich fühlen, also voller Energie, leicht, unbeschwert, wohlig. Wenn dies nicht der Fall ist, dann ist das ein Indiz dafür, dass wir das Essen nicht gut vertragen haben. Hier sollten wir ehrlich zu uns selbst sein und auf alles verzichten, das nicht ein wohliges Gefühl in uns erzeugt!

 

Gutes Essen, wenn wir wenig Zeit haben

Ausgewogen ernähren können wir uns übrigens auch dann, wenn wir wenig Zeit haben.

In diesem Fall können wir zum Beispiel Suppen, Getreidebrei oder Congee zubereiten. Diese Gerichte kochen sich praktisch von selbst, sind bekömmlich und wir können einige Tage davon essen.

 

Verzicht auf Mikrowelle, Tiefkühlkost und Fertignahrung

Auf Zubereitungen in der Mikrowelle, Tiefkühlkost und Fertignahrung sollten wir generell verzichten! Auch raffinierter Zucker, Milchschokolade und Süßigkeiten sollten nicht auf unserem Speiseplan stehen. Hier gibt es bekömmlichere Varianten (z.B. Kompott oder selbstgemachte Schokolade aus Kakaobutter). Ein Rezept für Schokolade gibt es hier (klick).

 

Verlässliche Essenzeiten und warme Getränke

Eine Regelmäßigkeit ist auch beim Essen von großer Bedeutung – sowohl aus chinesischer Perspektive als auch aus westlicher. Die Milz steht nach chinesischer Auffassung für unseren gesamten Verdauungsapparat. Sie ist unser Zentrum und schaut, dass es allen Organen im Körper gut geht. „Die Milz macht aus Nahrung und Atmung Qi und Blut.“ (ebd. 2014: 88) Regelmäßigkeit ist für die Milz wichtig. Wenn wir unser Essen immer zu einer anderen Uhrzeit einnehmen, dann kommt die Milz durcheinander und kann nicht vorplanen.

 

Idealerweise essen wir nur dreimal am Tag, trinken dazwischen heißes Wasser und gönnen unserer Milz Pausen, damit sie alle anderen Aufgaben auch gut bewältigen kann. Wir sollten grundsätzlich auch warm trinken. Wenn wir vor dem Essen kalt trinken, kühlen wir den Magen ab und „unsere Milz […] muss erst mühsam wieder aufwärmen, bis der ganze Speisebrei im Magen und Dünndarm Körpertemperatur hat.“ (ebd. 2014: 172) Warm trinken gleicht gewissermaßen einer „Streicheleinheit“ für unsere Milz. (ebd. 2014: 173)

 

Wir wissen mittlerweile, dass auch unsere (Darm-)Bakterien ihren Rhythmus haben und ihr Essen pünktlich und regelmäßig erwarten. „Wenn diese nicht zur richtigen Zeit gefüttert werden, erzeugen sie Stoffe, die ins menschliche Blut übertreten und dann äußerst unangenehme Gefühle auslösen. Was wir als Begleiterscheinungen des Jetlags erleben, stammt also auch vom chemischen Protest der Bakterien unseres Darms.“ (Moser 2017: 40)

Das Licht und die Zeitpunkte der Mahlzeiten gelten nach der Chronobiologie als „die wichtigsten Zeitgeber“, mit denen wir einen „wirksamen Hebel“ haben, den wir selbst aktiv einsetzen können und „mit dessen Hilfe wir Gesundheit und Wohlbefinden steuern können“. (ebd. 2017: 78)

 

TCM, day by day

Die Ernährung nach der TCM lässt sich ganz simpel in unseren Alltag integrieren. Bald gibt es einige Blogbeiträge mit feinen Rezeptideen für euch!

 

Literatur

Maciocia, Giovanni (2017): Grundlagen der Chinesischen Medizin. München: Elsevier.

Moser, Maximilian (2017): Vom richtigen Umgang mit der Zeit. Die heilende Kraft der Chronobiologie. Berlin: Allegria.

Weidinger, Georg (2014): Die Heilung der Mitte. Die Kraft der Traditionellen Chinesischen Medizin. Steyr: Ennsthaler.

Temelie, Barbara (2008): Ernährung nach den Fünf Elementen. Wie Sie mit Freude und Genuß Ihre Gesundheit, Liebes- und Lebenskraft stärken. Oy-Mittelberg: Joy.

 

Kosmetik selber machen
Badesalz

Heute gibt es wieder Neues aus der Serie „Kosmetik selber machen“ – ein duftendes Badesalz sorgt für Entspannung und hüllt uns in wohligen Duft. Ein Badesalz ist sehr einfach herzustellen: Wir brauchen ein Glas, etwas Meersalz und einige Tropfen ätherisches Öl. Außerdem können wir einige getrocknete Blüten mit dazu geben. Das sieht besonders schön aus.

Die Zutaten verwende ich alle in Bioqualität. Beim Einkauf ätherischer Öle achte ich darauf, dass ich nur 100% naturreine (echte) ätherische Öle verwende. Nur wenn die Qualität stimmt, die Dosierung passt und ätherische Öle verantwortungvoll eingesetzt werden, können diese ihre wohlwollende Wirkung entfalten.

Badesalz

Inhaltsstoffe:

50 g Meersalz

5-10 Tropfen ätherisches Öl (siehe unten)

nach Wunsch einige getrocknete Blüten (z.B. Rosenblüten, Lavendelblüten, Ringelblumenblüten)

 

Variante 1 | Blütenmeer

3 Tropfen Rosengeranie

1 Tropfen Rose

1 Tropfen Lavendel fein

nach Wunsch einige Rosen- und Lavendelblüten

 

Variante 2 | Vanille-Traum

4 Tropfen Vanille-Extrakt

1 Tropfen Mandarine rot

nach Wunsch einige Ringelblumenblüten

 

Zubereitung:

– Das Meersalz in ein Schraubglas füllen, die ätherischen Öle dazu träufeln, alles gut vermischen.

– Nach Wunsch noch einige Blüten dazu geben.

 

Alle Zutaten, Leer- und Rührbehälter können in der feinfühlen Kräutermanufaktur & Duftpraxis (nach Terminvereinbarung) erworben werden.

Frohes Rühren!

 

Kosmetik selber machen
Lippenpflege

Kosmetik selber machen ist eine wunderschöne Beschäftigung, die außerdem viele Vorteile mit sich bringt. Wir können selber entscheiden aus welchen Inhaltsstoffen unsere Hautpflegeprodukte bestehen und diese auf unsere individuellen Bedürfnisse abstimmen. Wenn wir Kosmetik selber machen, dann können wir auf wohltuende Rohstoffe zurückgreifen und Pflegeprodukte herstellen, die ohne Tierversuche konzipiert worden sind. Außerdem kommen wir ohne Mikroplastik und bedenkliche Konservierungsstoffe aus und werden nicht von großen Konzernen hinters Licht geführt. So ganz nebenbei produzieren wir weniger Müll, da wir keine unnötigen Verpackungsmaterialien brauchen.

Alle Produkte, die wir zur Hautpflege verwenden gelangen in unser Gewebe und in unseren Blutkreislauf und beeinflussen von dort aus unseren gesamten Organismus. Es liegt daher auf der Hand, dass gesunde, selbst gerührte Kosmetik mit natürlichen Rohstoffen eine positive Wirkung auf unseren Körper hat, denn auch unsere Haut braucht kostbare Nahrung.

Heute gibt es ein ganz simples Rezept für einen Lippenpflegestift. Die Zubereitung ist eine wahre Freude, denn der Raum füllt sich bei der Herstellung mit dem wohligen Duft von Bienenwachs.

Lippenpflegestift

Inhaltsstoffe (für ca. 6 Lippenpflegestifte á 6 ml):

10,5 g Bio-Bienenwachs (ungebleicht)

20 g Jojoba

9,5 g Mandelöl süß

 

Variante 1:

1 Tropfen Rosengeranienöl

1 Tropfen Melissenöl (10:90 in Jojoba verdünnt)

1 Tropfen Lavendelöl fein

 

Variante 2:

1 Tropfen Melissenöl (10:90 in Jojoba verdünnt)

1 Tropfen Vanille-Extrakt

 

Zubereitung:

– Bienenwachs, Jojoba und Mandelöl im Wasserbad erwärmen bis das Bienenwachs geschmolzen ist.

– Alles vom Herd nehmen und die ätherischen Öle dazu träufeln, umrühren, zügig abfüllen und auskühlen lassen.

 

Alle Zutaten, Leer- und Rührbehälter können in der feinfühlen Kräutermanufaktur & Duftpraxis (nach Terminvereinbarung) erworben werden.

Im Rahmen der feinrühren-Beratung kann Kosmetik übrigens selbst hergestellt werden. Wir verwenden dabei hochwertige Rohstoffe aus biologischem Anbau und stellen Hautpflegeprodukte her, die auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmt sind.

Frohes Rühren!

 

Ab in die Mitte
Ein Workshop für Frauen rund um die Wechseljahre

Dieser Workshop richtet sich an Frauen, die einen ganzheitlichen Zugang zum Thema Wechseljahre erfahren möchten und verbindet die Traditionelle Chinesische Medizin mit westlichem Wissen. Wir werden folgenden Fragen nachgehen: Was braucht es für eine stabile Mitte und wie können wir unseren Körper und unsere Seele dabei unterstützen? Wie können wir gut in unsere Mitte kommen und uns selbst bestmöglich stärken? Einfache praktische Übungen ergänzen fächerübergreifendes Wissen und runden den Workshop ab.

THEMEN:

– Wechseljahre als Jahre der Wandlung

– stärkende Nahrungsmittel, passende Kräuter, feine ätherische Öle

– unsere kraftvolle Körpermitte: der Beckenboden und seine Nachbarn unter der Lupe

Was wir gemeinsam herstellen:

1x ausgleichendes Körperöl (30 ml) • 1x stärkend-erfrischende Teemischung (30 g)

Termin

Sa, 09.03.2019 von 10.00-ca. 17.30 Uhr

Dieser Workshop findet gemeinsam mit Angelika Moyzisch, PT statt.

Anmeldung, Teilnahmegebühr, Ort

Im Preis enthalten: Arbeits- & Übungsmaterialien, Skriptum, Notizheft, Mittagessen und Getränke

Eine Teilnahmegebühr von 140 Euro, inkl. MwSt. kann vor Ort bezahlt werden.

Bitte bequeme Kleidung mitbringen.

Anmeldungen sind unter praxis@feinfuehlen.at oder unter +43 664 22 70 710 möglich.

Grundlagen der Herstellung von Kosmetik

Wer einmal damit angefangen hat Kosmetik selbst herzustellen, der weiß, dass so ein Herstellungsprozess ein duftender Hochgenuss sein kann. Wenn Bienenwachs schmilzt, Rosenwasser sanft erwärmt wird, ätherische Öle ins Spiel kommen und der ganze Raum sich mit Duft füllt, entsteht eine fast meditative Stimmung. Wir können kreativ sein, unsere eigenen Mischungen zusammenstellen und Pflegemittel kreieren, die tatsächlich wohltuend auf uns wirken.

 

Was bei der Herstellung von Kosmetik zu beachten ist

Wenn wir Kosmetik selbst herstellen, dann gilt es einige Dinge zu beachten, die im Folgenden genauer erklärt werden.

 

Bevor es losgeht:

 

Desinfektion

  • Reinigung mit Weingeist: Bevor wir starten, müssen wir unsere Hände desinfizieren. Es empfiehlt sich außerdem Einweghandschuhe zu tragen. Wir müssen vor allem auf einen sauberen Arbeitsplatz achten und vorab alle Arbeitsflächen, Gerätschäften (Feinwaage, Stabmixer, usw.) sowie die Leerbehälter (Cremetiegel, Airless-Spender, usw.) mit Weingeist reinigen bzw. ca. 20 Minuten im Dampfdrucktopf sterilisieren. Die Arbeitsfläche legen wir am besten mit Alkohol besprühter Küchenrolle aus, auf der wir dann die gereinigten Utensilien ablegen. Unsere Kleidung sollte natürlich auch sauber sein. Am besten wir legen uns ein eigenes Rührgewand zu.

 

Ordnung

  • Alle Rohstoffe vorbereiten: Unser Arbeitsplatz sollte geordnet sein und alles einen fixen Platz haben. Alle Rohstoffe, die wir brauchen, sollten auf unserer Arbeitsfläche bereitstehen.

 

  • Stift und Rezept bereitlegen: Das Rezept, das wir verwenden, sollte ebenso in Sichtweite sein und ein Stift ist auch von Vorteil, damit wir ggf. Änderungen eintragen können.

 

Mittendrin:

  • Struktur: Wenn wir begonnen haben zu rühren, dann sollten wir auf ein strukturiertes Vorgehen achten und uns nicht ablenken lassen. Am besten drehen wir das Handy ab und konzentrieren uns nur auf die duftende Arbeit. Es empfiehlt sich etwas Küchenrolle oder Kosmetiktücher bereit zu halten, damit wir gleich putzen können, wenn wir etwas verschütten und somit auch weiterhin Ordnung haben.

 

  • Änderungen vermerken: Sämtliche Änderungen, die wir an der Rezeptur vornehmen, sollten wir gleich vermerken. Damit ist die Rezeptur auch später noch nachvollziehbar.

 

Danach:

  • Abfüllen: Abgefüllt wird nur in vorher desinfizierte Behälter!

 

  • Beschriften: Nachdem wir alles abgefüllt haben, beschriften wir unser Produkt. Wir schreiben auf, wann wir das Produkt erstellt haben, um nachvollziehen zu können, wie lange es haltbar ist. Außerdem schreiben wir auf das Etikett, welche Inhaltsstoffe es enthält (dies kann auch gesondert auf einem Blatt vermerkt werden). Und wir geben dem Produkt einen Namen (z.B. Körperöl, Badesalz, Handcreme).

 

  • Saubermachen: Wir machen den Arbeitsplatz wieder sauber, waschen alle Rührbecher und Gerätschaften und stellen diese desinfiziert zurück an ihren Platz.

 

Haltbarkeit:

Die Haltbarkeit selbst gerührter Kosmetik ist abhängig von verschiedensten Faktoren:

 

  • Sauberkeit im Herstellungsprozess: Ein sauberer Arbeitsplatz und ordentlich desinfizierte Arbeitsutensilien und Leerbehälter wirken sich natürlich günstig auf die Haltbarkeit aus.

 

  • Art des Produktes: Sobald ein Produkt auch Wasser enthält ist es grundsätzlich instabiler und droht schneller zu verderben.

 

  • Wahl des Leerbehälters: Es empfiehlt sich sehr auf Leerbehälter mit Pumpsystemen (z.B. Airless-Spender) zurückzugreifen. Für Cremen eignen sich Airless-Spender am besten. So ist dafür gesorgt, dass wir die Creme nicht durch unsere Hände verkeimen oder durch die ständige Zufuhr von Luft vorzeitig verderben.

 

Ich wünsche euch ein frohes Rühren!

Nahrung für unsere Haut
Hautpflegeprodukte genauer betrachtet

Wir treffen täglich etliche Entscheidungen – wichtige und weniger wichtige. Unserer Gesundheit zuliebe sollten wir uns ehrlich und kritisch damit auseinandersetzen, was auf unsere Haut und somit in unseren Körper kommt. Alles, was wir täglich tun und zu uns nehmen, hat einen Einfluss auf unser Wohlbefinden und kann uns entweder stärken oder schwächen.

Wir können uns einerseits genauer mit den Produkten befassen, die bereits Einzug in unser Zuhause gefunden haben und andererseits können wir beginnen unsere Hautpflegeprodukte selbst herzustellen. Wir können die Verantwortung für unsere Gesundheit selbst in die Hand nehmen! „Teil der großen Aufgabe unsere Gesundheit zu schützen sowie unsere Zukunft und die unseres Planeten verantwortungsvoll, fair und nachhaltig zu gestalten, ist auch die Wahl der kosmetischen Pflege.“ (Stiens 2013: 11)

Wenn wir anfangen Kosmetik selber zu rühren, dann können wir selbst darüber bestimmen, welche Inhaltsstoffe wir verwenden. Wir können dann Produkte herstellen, die auf unsere individuellen Bedürfnisse abgestimmt sind und uns auch wirklich gut tun. Auch unsere Haut isst und braucht kostbare Nahrung. „Natürliche Hautpflege ist daher ein sinnvoller weiterer Schritt für alle, die künstliche Stoffe in der Ernährung vermeiden und frische Lebensmittel auf dem Teller vorziehen. Denn, ob Nahrung oder Kosmetik, beide gelangen ins Innere des Körpers.“ (Nedoma 2013: 13)

 

Wie wir in unseren Tag starten

Die Morgenroutine im Bad ist bei den meisten Menschen sehr ähnlich. Wir duschen, verwenden ein schäumendes Duschgel oder nehmen ein Bad mit einem wohlriechenden Badezusatz. Wir shampoonieren die Haare, benutzen danach noch den passenden Conditioner und etwas später dann alle möglichen weiteren Haarpflegeprodukte. Nach dem Duschen tragen wir Deo auf, vielleicht cremen wir auch unsere Haut noch ein. Wir putzen uns die Zähne – dabei soll die Zahnpasta natürlich für einen guten Geschmack sorgen. Danach verwenden wir wahrscheinlich noch ein bisschen Schminke und sprühen uns mit dem neuesten Parfum ein.

Bereits in den frühen Morgenstunden haben wir unseren Körper mit einigen hundert verschiedenen Stoffen konfrontiert, von denen wir nicht wirklich wissen, wie sie wirken. Die meisten von uns haben sich bisher nicht mit den Inhaltsstoffen ihrer Kosmetikprodukte auseinandergesetzt und viele wissen nicht, was sie sich und ihrer Haut da eigentlich alles zumuten. Wir vertrauen auf gute Qualität. Doch bei genauer Betrachtung erweisen sich viele der sogenannten Pflege-Produkte sogar als potentiell gesundheitsgefährdend!

Die VerbraucherInnen werden oft in die Irre geführt. Viele herkömmliche Kosmetikhersteller betreiben greenwashing. Sie werben also etwa mit Bezeichnungen wie „pflanzlich“, „natürlich“ oder „mit Olivenöl“ oder bedrucken ihre Produkte mit Pflanzenfotos, die Natürlichkeit suggerieren. Doch in herkömmlichen Kosmetika steckt oft viel mehr Chemie drinnen als wir glauben. Außerdem hilft uns auch die Deklaration der Inhaltsstoffe nicht immer weiter, denn Hersteller sind erst ab einer Menge von 1% dazu verpflichtet einen Inhaltsstoff anzuführen. (vgl. Schimmelpfennig 2013: 27f.)

Auch bei Naturkosmetik kann man sich nicht immer auf gute Qualität verlassen, denn der Begriff ist nicht geschützt. In der europäischen Kosmetikverordnung, der alle kosmetischen Mittel unterliegen, ist keine gesetzliche Regelung für diesen Begriff festgelegt. Beim Einkauf von Naturkosmetik sollten wir daher auf unabhängige Gütesiegel achten. Nur zertifizierte Naturkosmetik muss strenge Richtlinien erfüllen. Eine Übersicht der verschiedenen Siegel gibt es zum Beispiel auf der Webseite von global2000. (vgl. https://www.global2000.at/sites/global/files/Naturkosmetiksiegel.pdf, abgerufen am 20.12.2018)

 

Inhaltsstoffe aus dem Chemielabor

Die Kosmetikindustrie kann zwar nicht gänzlich tun, was sie möchte, aber dennoch bewahrt uns die Gesetzgebung nicht davor, dass gefährliche Substanzen in die Produkte gelangen. Vor Risiken und Nebenwirkungen werden wir nicht geschützt. Künstliche Inhaltsstoffe „können sich im Körper anreichern, Gewässer verschmutzen und die Umwelt belasten.“ (Nedoma 2013: 17)

Zu bedenken ist auch, dass in einem Produkt immer mehrere Inhaltsstoffe enthalten sind und es keine systematischen Studien zu den langfristigen Auswirkungen eines solchen Chemiecocktails gibt bzw. es schier unmöglich wäre eine solche Studie in die Realität umzusetzen.

 

Die Umstellung von Chemie auf Natur

Wenn wir unseren Körper von Chemie auf Natur umstellen möchten, dann müssen wir zu Beginn damit rechnen, dass Haut und Haare darauf reagieren könnten. Das sollte uns aber nicht weiter beunruhigen, sondern ist lediglich ein Zeichen davon, dass wir Abfall- und Giftstoffe loswerden. „Ist der Umstellungsprozess aber erst einmal abgeschlossen, werden Sie nicht nur ein völlig neues Haut- und Haargefühl, sondern auch das wunderbar beruhigende Gefühl haben, Ihrer Haut etwas Gutes zu tun …“ (Schimmelpfennig 2013: 239) Es braucht einfach ein bisschen Geduld und Vertrauen.

 

Die Vorteile selbst gerührter Kosmetik auf einen Blick

Selbst gerührte Kosmetik hat viele Vorteile: Wir übernehmen die Verantwortung für unsere Gesundheit und sorgen gut für uns. Wir entscheiden selbst, woraus unsere Pflege zusammengesetzt sein soll. Wir wissen ganz genau, was in unseren Kosmetikprodukten drinnen ist. Wir können die Produkte auf unsere eigenen Bedürfnisse abstimmen. Wir können gänzlich auf Konservierungsstoffe verzichten. Wir können Pflegeprodukte herstellen, die ohne Tierversuche konzipiert wurde. Wir produzieren weniger Müll, da wir keine unnötigen Verpackungsmaterialien brauchen. Wir geben viel weniger Geld für Kosmetikartikel aus und haben dennoch beste Qualität.

Im Rahmen der feinrühren-Beratung kann Kosmetik übrigens selbst hergestellt werden. Wir verwenden dabei hochwertige Rohstoffe aus biologischem Anbau und stellen Hautpflegeprodukte her, die auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmt sind.

 

Literatur

Nedoma, Gabriela (2013): Grüne Kosmetik. Bio-Pflege aus Küche und Garten. Linz: freya.

Schimmelpfennig, Marion (2013): Giftcocktail Körperpflege. Der schleichende Tod aus dem Badezimmer. Birstein-Lichenroth: J.K. Fischer-Verlag.

Stiens, Rita (2013): Die Wahrheit über Kosmetik. Der kritische Wegweiser durch den Kosmetik-Dschungel. Ankum: RS-Media.

 

Internetquellen

global2000: Naturkosmetik Labels in der Übersicht. https://www.global2000.at/sites/global/files/Naturkosmetiksiegel.pdf, abgerufen am 17.01.2018.

Hausmittel für Kinder
Ätherische Öle für unseren Nachwuchs

Wir können unsere Kinder mit vielen einfachen Hausmitteln begleiten und so zu ihrer Genesung beitragen. Ein liebevoll zubereiteter Heilkräutertee, eine sanfte Kompresse oder ein guter Duft können oft einen wertvollen Beitrag zur Gesundung leisten. Schulmedizin und Naturheilkunde sind kein Widerspruch, sondern können sich auf wunderbare Art und Weise ergänzen. Für die Herstellung von Hausmitteln bietet uns die Natur eine Vielzahl an Kostbarkeiten.

 

Hausmittel für Kinder – ohne Nebenwirkungen?

Die Natur liefert uns viele sehr wirkungsvolle Möglichkeiten, um unseren Nachwuchs in verschiedensten Lebensphasen zu begleiten. Dennoch sind auch natürliche Mittel nicht ohne Nebenwirkungen. Daher sollten wir uns im Umgang mit diesen wirklich sicher fühlen. Auch wenn wir selbst viel tun können, um unser Kind in Zeiten des Krankseins zu unterstützen, so sind der Selbstbehandlung auch Grenzen gesetzt, die es nicht zu überschreiten gilt.

Ätherische Öle können uns bei verschiedensten Anliegen wertvolle und rasche Hilfe bieten. Wichtig ist allerdings zu wissen, wie wir die Öle bestmöglich zum Wohle unserer Gesundheit und der Gesundheit unserer Kinder einsetzen können. Bei der Auswahl von ätherischen Ölen sollten wir darauf achten, dass diese zu 100% naturrein sind und das Pflanzenmaterial aus biologischem Anbau oder Wildsammlung stammt. Nur wenn die Öle eine gute Qualität haben, können sie ihre positiven Eigenschaften entfalten. Außerdem gilt zu bedenken, dass nicht jedes Öl für jeden gleichermaßen gut geeignet ist. Ein achtsamer Umgang mit ätherischen Ölen ist vor allem für Schwangere und Stillende besonders wichtig. Es gilt auch zu bedenken, dass Babys und Kleinkinder sehr sensibel auf Düfte reagieren und sich nur wenige ätherische Öle für diese sensiblen Wesen eignen!

Bei Säuglingen dürfen nur ganz wenige ätherische Öle eingesetzt werden, die maximal 0,1-0,5%ig zum Einsatz kommen können. Hier ist jedoch absolute Vorsicht geboten! „Die Allerkleinsten bis etwa einem Alter von einem halben Jahr behandeln wir vorzugsweise mit Hydrolaten, unbedufteten Pflanzenölen, Kräutertees und homöopathischen Präparaten.“ (Herber/Zimmermann 2018: 12f.)

Je jünger das Kind ist, desto geringer sollte der Gehalt an ätherischen Ölen in einer Mischung sein. Bedenken Sie immer, wie viel Pflanzenkraft in nur einem einzigen Tropfen ätherischem Öl steckt – ein einziger Tropfen Rosenöl enthält beispielsweise rund 30 Rosenblüten. Für sensible Menschen, Kinder bis zu 3 Jahren und ältere Menschen sollte die Verdünnung von 1% nicht überschritten werden. Für Kinder zwischen 3-6 Jahren ist eine Verdünnung von 1-1,5% nicht zu überschreiten. Für Kinder zwischen 6-10 Jahren empfiehlt es sich eine Verdünnung von bis zu 2% nicht zu überschreiten. (vgl. ebd. 2018: 13)

 

Die Schätze der Natur bestmöglich einsetzen

„Wichtige Voraussetzung für die Selbstbehandlung ist, dass die Eltern sich dies auch zutrauen. Wenn eine Unsicherheit besteht, sollte professionelle Hilfe in Anspruch genommen werden. […] Grundsätzlich sollten nur leichtere Erkrankungen, sogenannte Alltagsbeschwerden, selbst behandelt werden.“ (Bühring et. al 2013: 14) Wesentlich ist ein sicherer Umgang mit den Mitteln, die wir einsetzen möchten, auch wenn diese natürlichen Ursprungs sind. Was wirkt, kann immer auch Nebenwirkungen mit sich bringen und genau das wollen wir vermeiden.

 

WENIGER IST IMMER MEHR!

Dieser Gedanke sollte uns im Umgang mit ätherischen Ölen und Kräutern stets leiten.

 

Die Vorteile selbst gemachter Hausmittel für Kinder

Wenn wir Hausmittel selber herstellen, kann das sehr viele Vorteile mit sich bringen: Wir entscheiden selbst, woraus unsere Mittel zusammengesetzt sein sollen. Wir wissen ganz genau, was in unseren Mitteln drinnen ist. Wir können die Mittel auf die Bedürfnisse unserer Kinder abstimmen. Wir können unsere Kinder in die Herstellung miteinbeziehen und ihnen somit zeigen, dass sie selbst auch zu ihrer Genesung beitragen können. Die Art und Weise, wie wir Kindern etwa einen Tee verabreichen oder eine Kompresse auflegen, kann maßgeblich zur Genesung beitragen. Wir können ihnen so liebevolle Zuwendung zuteil werden lassen. Wir können gänzlich auf Konservierungsstoffe verzichten. Wir produzieren weniger Müll, da wir keine unnötigen Verpackungsmaterialien brauchen.

 

Workshop zum Thema

Mehr über Hausmittel für Kinder kann im Workshop Hausapotheke und Hautpflegeprodukte für Babys und Kinder in Erfahrung gebracht werden. In diesem Workshop dreht sich alles ums Selbermachen. Wir stellen gemeinsam duftende Hausmittel her, die bei verschiedensten Wehwehchen unterstützen und kreieren kostbare Hautpflegeprodukte für unsere Kinder.

 

Literatur

Bühring, Ursel et. al (2013): Heilfpflanzen in der Kinderheilkunde. Das Praxis-Lehrbuch. Stuttgart: Haug.

Herber, Sabrina/Zimmermann, Eliane (2018): Aromatherapie für Kinder. Schnelle und sanfte Alltagshilfe. Stuttgart: Ulmer.

Neujahrsvorsätze

Der Jahreswechsel hat für mich immer etwas Magisches. Der Zauber des Anfangs umgibt uns. Das vergangene Jahr ist zu Ende, wir können darauf zurückblicken und betrachten was wir hinter uns lassen. Was wir aus diesem neuen Jahr machen, wie wir unser Leben gestalten und welche Überraschungen auf uns warten ist noch völlig offen.

Neujahrsvorsätze – einmal anders gedacht

Wenn wir uns so umsehen, dann werden wir feststellen, dass viele von uns sich etliches vorgenommen haben für die bevorstehenden zwölf Monate. Neujahrsvorsätze sind in aller Munde: Wir suchen immer und immer wieder nach Möglichkeiten der Selbstoptimierung. Der Jahreswechsel scheint immer auch so etwas wie eine mahnende Stimme in uns hervorzurufen, die uns daran erinnert, was wir alles ändern sollten. Dabei sind wir oft hart zu uns selbst, legen eine Strenge an den Tag und versuchen unsere Vorhaben mit aller Willenskraft durchzusetzen. Irgendwann merken wir dann vielleicht, dass es uns dabei im Grunde genommen nicht besonders gut geht. Möglicherweise haben wir zwar abgenommen, fühlen uns aber dennoch nicht wohler. Oder wir ernähren uns gesünder (was auch immer das eigentlich genau bedeuten mag, denn mittlerweile gibt es unzählige Ernährungsweisen und Studien über Ernährung, die einander sogar widersprechen – aber dazu ein andermal mehr), fühlen uns aber dennoch nicht besser. Oder wir betreiben nun endlich Sport, unser Körper schmerzt aber weiterhin. Die guten Neujahrsvorsätze sind dann schnell wieder vergessen.

Freude, Dankbarkeit und Staunen

Vielleicht wäre es mal ein wirklicher Neubeginn, wenn wir uns gar nichts vornehmen. Wenn wir den Fokus einfach mal auf die Freude in unserem Leben legen. Wenn wir dankbar sind für das, was ist. Wenn wir dankbar sind für die Menschen, die wir in unserem Leben haben. Wenn wir dankbar sind für die Erfahrungen, die wir bisher machen durften. Wenn wir auch dankbar sind für all das, was wir an uns und um uns herum als nicht perfekt wahrnehmen. Wenn wir dankbar dafür sind, dass wir manchmal auch scheitern und dann die Kraft haben wieder aufzustehen und weiterzumachen.

Nehmen wir uns nur vor, dass wir uns bewusst machen, was gut in unserem Leben ist. Wenn wir in uns hineinhören, dann wissen wir alle sehr genau, was in unserem Leben vielleicht nicht ganz so ist wie erhofft. Wir wissen, welche Schrauben wir drehen müssten. Aber müssen wir uns ständig selbst optimieren? Sollte es nicht viel mehr darum gehen, dass wir wieder ein feines Gespür für unsere Bedürfnisse entwickeln, auf uns Acht geben?

Hören wir auf uns zu verbiegen, uns immer wieder mit Härte zu behandeln, ständig alles besser machen zu wollen! Finden wir stattdessen wieder ins kindliche Staunen. Das Leben hält so viel Schönes bereit für uns. Abschließend noch ein paar Worte zum Staunen, nicht von mir, sondern von Erling Kagge: „Es gibt eine Menge Dinge im Leben, über die sich staunen lässt. Es ist eine der reinsten Freuden, die ich mir vorstellen kann. Ich mag dieses Gefühl. Ich staune oft, ja, ich staune nahezu überall: Auf Reisen, wenn ich lese, wenn ich Menschen begegne, wenn ich schreibe, wenn ich spüre, wie mein Herz schlägt, oder sehe, wie die Sonne aufgeht. Das Staunen gehört zu den stärksten Kräften, die uns in die Wiege gelegt wurden. Und gleichzeitig ist es eine der schönsten Fähigkeiten, die es gibt.“ (Kagge 2017 :19; Hervorhebungen im Original)

Ich wünsche Euch allen einen wunderschönen Start in dieses neue Jahr!

Literatur

Kagge, Erling (2017): Stille. Ein Wegweiser. Berling: Insel Verlag.

Stress lass nach
Duftende Stressbewältigung

Kurzfristig kann Stress sehr sinnvoll sein und unsere Leistungsfähigkeit erhöhen. Auf lange Sicht betrachtet macht dauerhafter Stress allerdings krank und nimmt negativen Einfluss auf unseren Körper, unseren Geist und unsere Seele.

Oft erleben wir Stress als selbstverständlichen Bestandteil unseres Alltags und haben uns daran gewöhnt, gut zu funktionieren – ganz gleich wie müde wir in Wahrheit sind. Wir finden keine Möglichkeit aus diesem Modus des Funktionierens auszusteigen. Es lohnt sich, regelmäßig eine ehrliche Bestandsaufnahme zu machen und Bilanz zu ziehen, wie es uns geht, um gegebenenfalls etwas zu verändern. Auch kleine Veränderungen können schon viel bewirken.

Jeder Mensch reagiert ganz unterschiedlich auf verschiedene Situationen. Manche Menschen werden in bestimmten Situationen besonders heftig unter Strom stehen, während andere in einer vergleichbaren Situation sehr entspannt bleiben können. Unser Stresserleben und unser Umgang mit Stress sind sehr individuell und sind eng verwoben mit den Erfahrungen, die wir in unserem Leben bisher gemacht haben. Vielfach steckt der Wunsch nach Anerkennung hinter perfektionistischem, stresserzeugendem Leistungsdruck. Wenn Stress zum ständigen Begleiter wird und die Phasen zwischen Anspannung und Entspannung nicht mehr in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen, können sowohl auf körperlicher als auch auf seelischer Ebene Krankheiten entstehen, die im Extremfall zum sogenannten Burnout-Syndrom führen und die Betroffenen massiv in ihrem Leben einschränken. Chronischer Stress entsteht dadurch, dass Belastungssituationen lange anhalten oder immer wiederkehren. Der Mensch steht also unter Dauerstress, was ein massives gesundheitliches Risiko bedeutet, denn der Organismus wird beständig in einem „Zustand erhöhter Aktivierung gehalten.“ (Kaluza 2012: 34) Die Folgen sind unterschiedliche funktionelle Symptome oder gar ernsthafte Organerkrankungen. Es herrscht chronische Anspannung und auch in Zeiten, in denen eigentlich keine Belastung gegeben ist, findet der Körper keine Ruhe mehr.

Wie Stress entsteht

Stress kann  durch unser Umfeld bzw. unsere Umwelt verursacht werden oder auch von innen gewissermaßen hausgemacht sein. Bei jedem alltäglichen Stressgeschehen handelt es sich immer um ein „Zusammenspiel von äußeren Belastungsfaktoren einerseits und inneren persönlichen Stressverstärkern andererseits.“ (ebd. 2012: 14)

1974 hat der Psychologe Richard Lazarus das Transaktionale Stressmodell veröffentlicht: Nicht der Stressor selbst ist Auslöser der Stressreaktion, „sondern dessen subjektive Bewertung.“ (Strobel 2018: 22) „Unsere persönliche Wahrnehmung entscheidet, ob wir Stress erleben oder nicht.“ (ebd. 2018: 22)

 

Die Auswirkungen von Stress

Stress kann sich auf unterschiedlichen Ebenen auswirken.

Auf der körperlichen Ebene kommt es unter Stress zu vielen Veränderungen, die allesamt eine Aktivierung von diversen Körperfunktionen bewirken sollen. Energie wird mobilisiert, um uns innerhalb von kürzester Zeit in Handlungsbereitschaft zu versetzen. Über einen längeren Zeitraum anhaltende Stressreaktionen führen zu Erschöpfung und haben negative Auswirkungen auf unsere Gesundheit. Stressreaktionen können sich massiv auf unseren Körper auswirken und umfassen sowohl die Bereiche Gehirn, Atmung, Herz-Kreislauf, Muskulatur, Stoffwechsel, Haut, Sexualität, Immunsystem sowie das Schmerzempfinden. (vgl. Kaluza 2012: 10ff.)

Auf der kognitiv-emotionalen Ebene umfasst die Stressreaktion „innerpsychische Vorgänge“, d.h. „alle Gedanken und Gefühle, die bei der betroffenen Person in einer belastenden Situation ausgelöst werden.“ (ebd. 2012: 11) Kognitiv-emotionale Stressreaktionen sind zum Beispiel innere Unruhe, Nervosität, Unzufriedenheit, Ärger, Wut, Versagensängste, Angst vor einer Blamage, Hilflosigkeit, Selbstvorwürfe, Gefühle von Schuld, sich im Kreis drehende Gedanken, Denkblockaden und Konzentrationsschwierigkeiten. (vgl. ebd. 2012: 11)

 

Stressverhaltensweisen

Auch typische Stressverhaltensweisen werden sichtbar, die meist auf längere Sicht gesehen dysfunktional sind: ungeduldiges Verhalten, „Betäubungsverhalten“ (vermehrter Konsum von Nikotin, Alkohol, Koffein, Beruhigungs- oder Aufputschmitteln), „unkoordiniertes Arbeitsverhalten“ (so viel wie nur möglich auf einmal erledigen wollen, mangelnde Planung, Verlegen von Dingen), „motorische Unruhe“ (mit den Fingern trommeln, die Beine nicht still halten können) oder auch ein „konfliktreicher Umgang mit anderen Menschen“. (ebd. 2012: 11)

 

Stressbewältigungsmechanismen

„Zur Stressbewältigung zählen einerseits Verhaltensweisen, die mittel- bis langfristig günstige Folgen haben. Andererseits gehören aber auch Verhaltensweisen dazu, die ungünstige Folgen nach sich ziehen (z.B. Anspannungsreduktion durch Alkoholmissbrauch).“ (Eckert/Tarnowski 2017: 30) Die Stressverarbeitungsformen lassen sich zunächst in „annähernde und vermeidende Stressbewältigung“ unterteilen. (ebd. 2017: 33) Annähernde Stressbewältigung meint etwa Entspannung, Selbstberuhigung, Unterstützung suchen, Probleme analysieren. Vermeidende Stressbewältigung umfasst etwa Substanzmissbrauch, sozialen Rückzug, Vermeidungsverhalten sowie Resignation. (vgl. ebd. 2017: 33)

Fest steht auf jeden Fall, dass bereits die ersten Anzeichen von Stress Signalwirkungen haben.

 

Stressreaktionen natürlich lindern

Für regelmäßige Ruhe- und Erholungsphasen zu sorgen, ist besonders empfehlenswert, um gar nicht erst in einen chronischen Stresszustand zu geraten. Es ist von besonderer Bedeutung, dass wir uns bewusst dazu entscheiden, Pausen zu machen – und zwar mehrmals täglich! Kleine Erholungspausen sind für die Erhaltung unserer Gesundheit essentiell. „Wir wissen aus unterschiedlichen Studien sehr gut, dass der Wechsel von Sympathikus und Parasympathikus – also der Wechsel von Aktvierung und Erholung – wichtig ist. Und wir wissen auch, dass dieser Wechsel täglich mehrmals stattfinden sollte. Also: Der Jahresurlaub reicht für Erholung nicht aus, das muss schon täglich (und möglichst mehrmals) passieren. Viele kleine Pausen sind effektiver als wenige lange Pausen.“ (Eckert/Tarnowski 2017: 148)

 

Bewegung, gesunde Ernährung und genügend Schlaf sind wichtige Möglichkeiten, um geschwächten Abwehrkräften entgegenzuwirken – vor allem ein erholsamer Schlaf sollte ein zentrales Anliegen sein, denn unser Immunsystem verrichtet „einen großen Teil seiner Arbeit im Schlaf.“ (Kaluza 2012: 36)

Mit den passenden Kräutern, Gewürzen, ätherischen Ölen und Nahrungsmitteln können wir sehr viel bewirken. Das Pflanzenreich bietet uns einerseits wertvolle Tonika an, mit denen wir unsere Energie wieder aufladen können. Andererseits stellt uns die Natur eine breite Palette an entspannenden Düften zur Verfügung. Bereits die ersten Anzeichen von Stress können so auf natürliche Weise gelindert werden.

Düfte berühren unsere Seele und wirken auf schonendem Weg im gesamten Organismus. Eine Duftlampe kann unser Wohn- oder Arbeitszimmer in einen Kräutergarten verwandeln. Die aromatische Stimmung erhellt unser Gemüt innerhalb kürzester Zeit. Der blumige Duft des Rosenöls kann in einem Körperöl oder als Badezusatz für Ausgeglichenheit sorgen. Eine Tasse Lavendeltee oder das ätherische Lavendelöl rasch beruhigen. Erfrischende Zitrusdüfte heben unsere Stimmung und beleben unseren Geist. Eine Meditation oder eine andere Entspannungstechnik kann durch ätherische Öle unterstützt werden.

 

Duftende Hilfe

Raumspray „Duftende Auszeit“

Inhaltsstoffe:

30 ml Weingeist

8 Tropfen Limettenöl

2 Tropfen Zitronenverbenenöl

1 Tropfen Kardamomöl

 

Zubereitung:

– Weingeist in saubere, lichtgeschützte Glasflaschen füllen.

–  Die ätherischen Öle dazu träufeln und mit einer Zerstäuberpumpe verschließen.

Die Mischungen immer außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren, dunkel und kühl lagern!

 

Roll-On „Dolce far niente“

Inhaltsstoffe:

10 ml Weingeist

2 Tropfen Zitronenverbenenöl

8 Tropfen Rosengeranienöl

3 Tropfen Limettenöl

1 Tropfen Vanille-Extrakt

 

Zubereitung:

– Die ätherischen Öle mit dem Weingeist vermischen und in saubere Roll-On-Behälter füllen.

Vorsicht: Zitronenverbenenöl wirkt photosensibilisiernd, d.h. nach Anwendung auf der Haut sollten Sonne und Solarium für einige Stunden gemieden werden.

 

Teemischung „Take it easy“

Diese Teemischung wirkt angenehm entspannend. Die angegebene Menge reicht für die Zubereitung mehrerer Tassen Tee.

3 g Angelikawurzel

1 g Süßholzwurzel

6 g Ringelblumenblüten

5 g Rosenblüten

5 g Melissenkraut

10 g Zitronenverbene

Literatur

Eckert, Marcus/Tarnowski, Torsten (2017): Stress- und Emotionsregulation. Trainingsmanual zum Programm Stark im Stress. Weinheim: Beltz.

Kaluza, Gert (2012): Das Stresskompetenz-Buch. Stress erkennen, verstehen, bewältigen. Gelassen und sicher im Stress. Berlin/Heidelberg: Springer.

Strobel, Ingrid (2018): Stressbewältigung und Burnoutprävention. Einzelberatung und Leitfaden für Seminare. Stuttgart: Thieme.

Stress lass nach

Unser Leben wird oftmals durch einen viel zu hektischen Alltag auf die Probe gestellt. Wir geraten durch innere Begebenheiten oder äußere Umstände aus dem Gleichgewicht und finden oft so schnell nicht wieder in unsere Mitte – vor allem Frauen sind heutzutage mit vielen Herausforderungen konfrontiert und gehen nicht nur einem Beruf nach, sondern tragen auch noch Sorge für ihre Kinder und pflegen zudem möglicherweise auch hilfsbedürftige Familienangehörige. Eine Mehrfachbelastung ist besonders im Leben von Frauen häufig vorzufinden.

Jeder Mensch durchlebt im Laufe seines Lebens stressige Phasen. Stress hat sowohl positive als auch negative Auswirkungen und ist zunächst nicht weiter problematisch. Schwierig wird es allerdings, wenn Stress über einen langen Zeitraum anhält. Chronische Stressbelastung kann zu zahlreichen Problemen führen und eine ernsthafte Bedrohung für unsere Gesundheit darstellen.

 

Wie steht es um unseren Stresspegel?

Im nächsten Blogpost werde ich näher auf die Auswirkungen von Stress und auf duftende Stressbewältigungsmöglichkeiten eingehen. Heute gibt es zunächst einen kleinen Stress-Test zur Selbsteinschätzung.

Wenn wir ganz ehrlich zu uns sind, dann wissen wir immer ganz genau, ob wir gut für uns sorgen oder ob Stress unser Leben bestimmt. Wenn wir unter Dauerstrom stehen, dann werden die meisten der folgenden Aussagen wahrscheinlich zutreffen:

☐ Wir lieben Kaffee und sehen diesen als Energiespender. Wenn wir Kaffee reduzieren würden, hätten wir das Gefühl, dass etwas in unserem Leben fehlt.

☐ Wenn uns jemand fragt, wie es uns geht, dann antworten wir meist folgendermaßen: „Ich habe sehr viel zu tun. Ich bin sehr gestresst.“

☐ Oft haben wir Probleme mit unserer Menstruation (z.B. schmerzhafte Blutung, klumpige Blutung, PMS).

☐ Wir haben oft Lust auf Süßes.

☐ Wir sind oft überfordert und wissen nicht, wie wir alles schaffen sollen.

☐ Wir haben ein schlechtes Kurzzeitgedächtnis.

☐ Wir sind ausgepowert und aufgedreht zugleich.

☐ Wir schlafen zu wenig oder häufig nicht sehr gut.

☐ Wir sind leicht reizbar und reagieren über.

☐ Wir nehmen uns wenig Zeit für uns selbst.

☐ Wir geraten leicht in Panik.

☐ Wir haben oft Verdauungsprobleme (z.B. Reizdarm, Blähungen).

☐ Wir sind furchtbar erschöpft. Koffein, Nikotin, Alkohol oder Süßes erscheinen als möglicher Ausweg.

☐ Wir entspannen vorzugsweise bei einem Glas Wein.

(vgl. Weaver 2017: 21ff.)

 

Zeit für Veränderung

Oftmals nehmen wir stressvolle Zeiten als gegeben hin und leben über Wochen, Monate oder Jahre hinweg unter Hochspannung. Wir merken wahrscheinlich, dass etwas aus dem Ruder läuft: Wir fühlen uns vielleicht häufig unwohl, sind innerlich getrieben, leiden unter körperlichen Beschwerden und können nicht mehr gut abschalten. In so einem Fall ist es dringend an der Zeit, wieder gut auf uns zu schauen und innezuhalten. Mit der Hilfe von Kräutern, ätherischen Ölen und einer ausgewogenen Ernährung können wir uns gut stärken und wieder zu Entspannung und Gelassenheit finden. Mehr dazu gibt es hier (klick).

 

Literatur

Weaver, Libby (2017): Das Rushing Woman Syndrom. Was Dauerstress unserer Gesundheit antut. Stuttgart: Trias.