Erholsamer Schlaf

Ein erholsamer Schlaf ist essentiell für unsere Gesundheit. Viele von uns schlafen aber schlecht ein oder nicht durch und wachen in der Früh erschöpft auf. Für einen erholsamen Schlaf können wir bereits untertags schon viele Entscheidungen treffen, die dazu beitragen werden, dass unsere Nächte ruhig und angenehm verlaufen und wir morgens erholt und gestärkt in den Tag starten können.

 

Frühes Abendessen und gekochte Mahlzeiten

Im Chinesischen spielt die Milz eine wesentliche Rolle für eine gute Verdauung und man sagt, dass die Milz die meiste Energie am Vormittag hat. Je später wir essen, umso mehr sollte das Essen einer Suppe gleichen, damit die Milz nicht mehr so viel Arbeit hat und gut ruhen kann. Am Abend sind gekochte Mahlzeiten besonders bekömmlich. (vgl. Weidinger 2014: 138)

Auch aus westlicher Perspektive ist es wichtig, dass wir abends nicht zu spät essen, denn unser Verdauungstrakt ist nicht dafür gemacht, „in der Nacht schwer zu arbeiten“, daher empfiehlt es sich eher früher zu essen. Auf diese Weise geben wir dem Verdauungstrakt einige Zeit, um das Essen so aufzubereiten, dass es unsere Nachtruhe nicht stört. (Moser 2017: 81)

 

Kaffee oder Tee?

Wenn wir Probleme mit unserem Schlaf haben, können wir mit duftenden Blütentees für Entspannung sorgen. Ich schätze vor allem Rosenblüten, Ringelblumenblüten und Lavendelblüten sehr. Auch ein Tee aus Süßholzwurzel, Johanniskraut oder Hanfblättern wirkt angenehm beruhigend.

Anregende Getränke wie Kaffee, Schwarz- oder Grüntee sowie Energydrinks lassen wir ab dem frühen Nachmittag besser weg. Mit Alkohol ist es so eine Sache. Ein Gläschen mag einen entspannenden Effekt haben und uns das Einschlafen erleichtern. Zu viel davon stört unseren Schlaf aber maßgeblich. Nach einigen Stunden weckt uns dann die Leber wieder auf, weil sie mit dem Abbau des Alkohols beschäftigt ist, der giftige Stoffe in ihr angesammelt hat. (vgl. ebd. 2017: 182) Wie wäre es also mal mit einem Tässchen Tee am Abend?

 

Zur Ruhe kommen und auf die ungestörte Melatoninproduktion achten

Mit einsetzender Dunkelheit beginnt unser Körper vermehrt Melatonin auszuschütten, „das für Regeneration und Schlaf sorgt“. (ebd. 2017: 19) Die Produktion von Melatonin wird allerdings durch helles Licht unterdrückt und somit können die falsche Beleuchtung oder der Handy-, Computer- oder Fernsehbildschirm dafür sorgen, dass unsere körpereigene Rhythmik massiv gestört ist und unsere Regeneration somit dahin ist. Besonders schlecht wirkt sich blau-grünes Licht auf die Melationinproduktion aus. Leuchtstoffröhren, LEDs, Energiesparlampen und diverse Bildschirme wirken sich daher besonders ungünstig aus, während die klassische Glühbirne oder Halogenleuchten unsere Körperrhythmen weitgehend unbehelligt lassen. (vgl. ebd. 2017: 19f.)

Den Blauanteil im Computer können wir begrenzen, in dem wir das kostenlose Programm f.lux installieren, das den Blauanteil ab einer gewünschten Uhrzeit zurück regelt. Downzuloaden ist es unter https://justgetflux.com . (vgl. ebd. 2017: 143) Beim Smartphone können wir den Night-Shift-Modus auswählen.

 

Duftende Einschlafhilfe

Um abends gut zur Ruhe zu kommen – und in weiterer Folge für einen erholsamen Schlaf zu sorgen – können wir duftende Hilfe heranziehen. Mit Blütenölen sorgen wir für Entspannung und schaffen so ganz nebenbei auch eine sinnliche Atmosphäre. Zu den Blütenölen zählen zum Beispiel Rose, Jasmin, Neroli (Orangenblüten), Mimose, Tuberose oder etwa Ylang Ylang. Generell lässt sich sagen, dass Blütenöle entspannend wirken und eine sinnliche Komponente haben. Außerdem sind die meisten Blütenöle (vor allem Rose und Neroli) hautpflegend und lassen sich schön in Hautpflegeprodukte einarbeiten. Bei genauer Betrachtung unterscheiden sich die verschiedenen Öle/Absolues natürlich von ihrem Inhaltsstoffspektrum und es gilt auch hier zu differenzieren und abzuwägen, wann welches Öl zum Einsatz kommen sollte.

Auch eine Räucherung mit entspannenden Kräutern, Hölzern oder Harzen kann abends ein feines Ritual sein, um gut abschalten zu können. Ich räuchere am liebsten mit einer Mischung aus weißem Dammar, Lavendelblüten, Rosenblüten und Melisse.

 

Schlafenszeit

Chinesisch gedacht ist die Nacht die Phase, in der wir uns regenerieren, in der sich unser YIN regeneriert. Wenn wir zu spät schlafen gehen, dann kann unser YIN nicht regenerieren. Idealerweise gehen wir täglich in etwa zur selben Zeit schlafen und nach der chinesischen Betrachtungsweise sollte dies noch vor 24 Uhr sein. (vgl. Weidinger 2014: 350) Mir ist bewusst, dass wir nicht immer zur selben Zeit schlafen gehen können/wollen – vor allem Eltern müssen sich in den ersten Jahren nach dem Schlafrhythmus ihrer Kinder richten. Viele Menschen müssen nachts arbeiten. Außerdem gibt es Abende, an denen wir alle einfach ausgehen möchten, mit FreundInnen zusammensitzen und in netter Gesellschaft sein wollen.

Bei all diesen Tipps geht es nie um ein starres Konstrukt, in das wir uns zwängen sollten. Wir können all diese Impulse für unser Wohlbefinden ein-/umsetzen und so adaptieren, dass sie für uns auch alltagstauglich sind.

 

Oase der Ruhe

Gestalten wir unser Schlafzimmer so angenehem wie möglich und schaffen wir eine Oase der Ruhe.

 

In einer feinfühlen-Beratung können wir gemeinsam duftende Mischungen kreieren, die die Entspannung fördern und die Schlafqualität verbessern. Mit ätherischen Ölen lässt sich sehr viel erreichen. Sie wirken nachgewiesenermaßen und können uns wertvolle Unterstützung in allen Lebensphasen bieten.

 

Literatur

Moser, Maximilian (2017): Vom richtigen Umgang mit der Zeit. Die heilende Kraft der Chronobiologie. Berlin: Allegria.

Weidinger, Georg (2014): Die Heilung der Mitte. Die Kraft der Traditionellen Chinesischen Medizin. Steyr: Ennsthaler.

Zuckersüß
Warum wir uns in stressigen Zeiten so nach Zucker sehnen und was dieser mit uns macht

Wenn wir müde sind, dann sehnt sich unser Körper oft nach Zucker. Wir wollen dann sofort Schokolade, Kuchen oder etwas anderes Süßes. Warum wir vor allem dann Zucker möchten, wenn wir sehr erschöpft sind und was der Konsum von Zucker mit uns eigentlich so macht, darüber möchte ich heute schreiben.

Wenn im Folgenden die Rede von Zucker sein wird, so ist damit „jene weiße glänzende Substanz“ gemeint, die wir im Supermarkt zu kaufen bekommen und zum Backen von Kuchen oder für das Süßen unseres Kaffees verwenden. „Es geht also um das, was man auch als Kristall- oder Haushaltszucker bezeichnet.“ Es handelt sich also um Saccharose. (Kast 2018: 112) Kristallzucker ist eine Form von Zucker. Zucker gibt es in allen möglichen Ausprägungen (z.B. Glukose, Fruktose, usw.). Kristallzucker setzt sich aus mehreren Zuckerbausteinen zusammen, nämlich aus Glukose und Fruktose. „Glukose wird umgangssprachlich auch Traubenzucker genannt und Fruktose Fruchtzucker.“ (ebd. 2018: 113) Insbesondere der Fruktose-Anteil von Zucker kann unseren Körper auf einmalige Weise schädigen, auch wenn das sehr überraschend klingen mag. Es kommt jedoch darauf an, wie schnell und in welchem Maß Zucker in unseren Körper gelangt (ähnlich wie bei Alkohol).

Zucker aus unserem Leben wegzudenken ist schwierig. Bereits von klein auf wird uns vermittelt, dass Dinge zuckersüß sind oder wir die Nachspeise nur bekommen, wenn wir brav sind. Süßes wird also mit einem gewissen Belohnungseffekt in Verbindung gebracht. Und belohnen wollen wir uns alle hin und wieder, vor allem, wenn wir im Stress sind. In stressigen Zeiten giert der Körper förmlich nach Süßem. Wir wollen, chinesisch gedacht, unser Erd-Element beruhigen und wieder in unsere Mitte finden. Dies gelingt nun mal am besten mit dem süßen Geschmack. Außerdem ist Zucker mittlerweile allgegenwärtig. Ein halber Liter Limonade enthält etwa 14 Löffel Zucker – ebenso viel Zucker enthält übrigens ein halber Liter Bio-Apfelsaft. Limonaden, Cola, Energydrinks und Fruchtsäfte enthalten nicht nur verhältnismäßig viel Zucker, sondern befördern diesen auch mit enormer Geschwindigkeit in unsere Blutbahn, vergleichbar mit einer Infusion. (vgl. ebd. 2018: 120f.)

 

Wie viel Zucker konsumieren wir eigentlich im Laufe eines durchschnittlichen Tages?

Werfen wir einen Blick darauf, wie ein durchschnittlicher Tag bei vielen Menschen aussieht und wie viel Zucker wir so konsumieren. Wenn wir zum Frühstück 250ml Saft trinken, enthält dieser rund 5 TL Zucker. Im Joghurt sind ebenso weitere 5 TL enthalten. Kaffee mit Milch beinhaltet rund 3 TL. In einem Apfel stecken an die 4 TL. 2 Gläser Weißwein enthalten rund 8 TL Zucker. Diese Aufzählung soll verdeutlichen, wie viel Zucker wir einfach mal so beiläufig konsumieren. Im Durchschnitt kommen wir bei solch einer Ernährungsweise auf rund 60 (!!) Teelöffel Zucker pro Tag, wobei hier Limonaden oder Energydrinks noch gar nicht einberechnet sind. (vgl. Weaver 2018: 119)

 

Obst enthält zwar auch Fruktose, der Zucker ist allerdings „in einer intakten Struktur mit Ballaststoffen gebunden. Die Zuckermoleküle werden nur nach und nach aus der Frucht herausgelöst und an die Blutbahn abgegeben. Die Leber wird nicht auf einmal mit einem Zucker-Tsunami überschwemmt. Beim Pressen bleibt ein Großteil der Ballaststoffe und anderer segensreicher Stoffe auf der Strecke: Das Überbleibsel besteht in erster Linie aus Wasser – und Zucker.“ (Kast 2018: 124) Empfehlenswert sind etwa Heidelbeeren, Erdbeeren, Himbeeren oder auch Brombeeren. Sie enthalten wenig Zucker, sind dafür voller heilsamer Stoffe, „die unter anderem die Aufnahme des Zuckers im Dünndarm hemmen“. (ebd. 2018: 124)

 

Wie sieht es mit den Zuckeralternativen aus?

Auch mit den Zuckeralternativen sollten wir vorsichtig sein. „Oft gepriesene Alternativen, wie der bei Veganern beliebte Agavensirup besteht sogar fast nur aus Fruktose, weshalb er auch so irre süß ist […].“ (ebd. 2018: 121) Auch künstliche Süßstoffe sind keine Alternative, denn sie stören das Gleichgewicht unserer Darmbakterien massiv, das wiederum wesentlich für die Erhaltung unserer Gesundheit ist. Außerdem begünstigen solche künstlichen Süßstoffe die Entstehung von Zuckerkrankheit und können zu Übergewicht beitragen. (vgl. ebd. 2018: 122)

Selbst wer auf die Verwendung von Zucker verzichtet, wird dennoch nicht ganz an diesem vorbeikommen, denn Zucker ist mittlerweile fast überall beigemischt. So enthalten Brot, Joghurts, Wurst, Schinken, Ketchup, Tomatensauce (auch die Bio-Variante davon), Cornflakes, Müsli und viele andere Produkte Zucker.

 

Was macht Zucker mit uns?

Zucker dämpft, ähnlich wie Alkohol, „unsere Stressreaktion und besänftigt uns, hat sogar etwas Tröstendes und Euphorisierendes, weshalb wir bei Frust und Liebeskummer die Eis- und Schokoladenreserven plündern.“ (ebd. 2018: 114) Im Stress greifen, wie Untersuchungen gezeigt haben, sogar diejenigen zu Süßem, die sonst eher davon Abstand nehmen. „Während sich das Gehirn dem Zuckerrausch hingibt, leidet im Stillen die Leber.“ (ebd. 2018: 114) Es hat ähnliche Folgen auf unsere Leber, wenn wir unseren Durst mit Sekt oder mit Limonaden bzw. Fruchtsaft löschen und das liegt an der eben erwähnten Fruktose. Der übermäßige Konsum von Zucker begünstigt die Entstehung einer Fettleber. „Wird die Leber in Fruktose getränkt, wandelt sie diese Fruktose, wie skizziert, in Fett um.“ (ebd. 2018: 126) Nun ist es aber so, dass die Leber nicht dazu da ist, Fett zu speichern (dazu gibt es das Fettgewebe). Das Fett sammelt sich also am falschen Ort an. Das viele Fett hindert die Zellen an der Ausübung ihrer normalen Funktionen und ist somit schädlich.

Eine folgenreiche Funktionsstörung ist die Insulinresistenz. Wenn sich Fett in unseren Leberzellen aufstaut, dann sind sie weniger empfänglich gegenüber dem Hormon Insulin. Die Bauchspeicheldrüse muss mehr Insulin ausschütten, „um die eingeschränkte Empfindlichkeit zu kompensieren. Insulinresistenz heißt also: steigender Insulinspiegel im Blut.“ (vgl. ebd. 2018: 126f.) Zucker erhöht über diesen Insulinweg sogar das Krebsrisiko, weil „Insulin auch ein Hormon ist, das zu Wachstum anregt“, so eben auch Krebszellen. (ebd. 2018: 127) Kurz gesagt: „Regelmäßige Fruktosefluten führen zu Fettansammlung in der Leber. Das Fett in den Zellen stumpft die Leber gegenüber dem Hormon Insulin ab, was zu vermehrter Insulinausschüttung führt, was wiederum der Entwicklung zahlreicher Leiden – von Übergewicht bis hin zu Krebs – Vorschub leistet.“ (ebd. 2018: 127)

Fest steht, dass sämtliche Ansätze zur gesunden Ernährung den mehr oder weniger ausgeprägten Verzicht auf Zucker hervorheben. „Zucker liefert unserem Körper keinerlei Nährstoffe, dafür allerdings reichlich Kalorien.“ (Kast 2018: 119)

 

Aus chinesischer Sicht erzeugen Süßigkeiten, Zucker und Milchprodukte unter anderem Feuchtigkeit im Körper. Feuchtigkeit kann – wie andere pathogene Faktoren (etwa Wind, Kälte, Hitze, Trockenheit oder Feuer) – äußeren oder inneren Ursprungs sein. (vgl. Maciocia 2017: 699) Von außen kommende Feuchtigkeit, die in den Körper eindringen kann, umfasst etwa feuchtes Wetter, Wohnen in einem feuchten Haus, Tragen nasser Kleidung oder Sitzen auf feuchtem Untergrund. Feuchtigkeit ist klebrig, man bekommt sie schwer wieder los, sie verlangsamt Prozesse und ergießt sich nach unten, äußert sich in wiederholten Attacken. (vgl. ebd. 2017: 712)

 

Feuchtigkeit kann Probleme unterschiedlicher Art verursachen und „je nach ihrer Lokalisation eine Vielzahl von Krankheiten verursachen“, die sich irgendwann verfestigen können. (ebd. 2017: 713) Zunächst macht Feuchtigkeit Probleme wie klebrigen Mundgeschmack, klebrigen Zungenbelag, weißen/klebrigen Ausfluss (Fluor vaginalis), Schweregefühl, Probleme beim Harnlassen, Blasenentzündungen. Weitere mögliche Beschwerden sind eine schmerzhafte Regelblutung, Ekzeme (auch im Genitalbereich), geschwollene und schmerzende Gelenke, Verdauungsstörungen. (vgl. ebd. 2017: 712f.)

Von innen kommende Feuchtigkeit entsteht aus einer Schwäche von Milz und Niere. „Wenn die Milz in ihrer Funktion, die Körperflüssigkeiten umzuwandeln und zu transportieren, versagt, werden diese nicht transformiert und sammeln sich in Form von Feuchtigkeit an.“ (Maciocia 2017: 715) Auch falsche Ernährung trägt maßgeblich zur Entstehung von Feuchtigkeit bei.

 

Was können wir nun gegen die Süßlust tun?

  • Entspannung: Wenn wir entspannt sind und das parasympathische Nervensystem gut arbeiten kann, dann nimmt unsere Lust auf Süßigkeiten von selber ab. Somit trägt Entspannung wesentlich dazu bei, dass wir nicht nach Zucker gieren.
  • mehr Gemüse & hochwertiges Fett: „Auch mehr grünes Gemüse und mehr Fett aus natürlichen Lebensmitteln können das Verlangen nach Zucker deutlich mindern.“ (Weaver 2018: 135) Wenn wir merken, dass unsere Süßlust am Nachmittag zunimmt, dann sollten wir den Fettgehalt zu Mittag erhöhen, wenn die Lust auf Süßes sich vor allem abends bemerkbar macht, dann bauen wir beim Abendessen verstärkt gesundes Fett (z.B. kaltgepresstes Bio-Olivenöl, Leinsamenöl) ein. Fett macht unglaublich satt und liefert uns wertvolle Energie. Vor allem grünes Gemüse ist hilfreich, da darin Bitterstoffe enthalten sind, die wiederum die Lust auf Süßes dämpfen. (vgl. ebd. 2018:135f.)
  • gesundes Naschen: Wir können uns auch mit gesunden, selbst gemachten Snacks stärken.

 

Ideen für gesunde Snacks

Kokos-Bällchen

Zutaten:

4 EL Kokosmus

80 g Kokosraspel

30 g Mandelmilch

1 EL Honig

einige blanchierte Mandeln

 

Zubereitung:

– Das Kokosmus sanft im Wasserbad erwärmen.

– Danach mit den restlichen Zutaten vermischen.

– Alles zu kleinen Bällchen formen. In die Mitte der Bällchen eine blanchierte Mandel legen und diese sozusagen mit der Kokosmasse umhüllen.

– Die Bällchen für rund 30 Minuten kühlen. Dann genießen.

 

Dieses Rezept ist in Anlehung an das Buch von Fern Green entstanden (siehe Literatur). In diesem Buch finden sich viele weitere feine Snack-Ideen.

 

 

Selbst gemachte Schokolade mit gerösteten Mandeln

Wer eine gesunde Alternative zu herkömmlicher Schokolade sucht, der kann diese ganz einfach selbst herstellen und nach Belieben verfeinern.

Zutaten:

100 g Kakaobutter (erhältlich z.B. im Bioladen)

100 g Mandelmus weiß

35 g Kakaopulver

25 g Honig

1  Msp. gemahlene Vanille

geröstete Mandeln nach Belieben

getrocknete Rosenblüten nach Belieben

Zubereitung:

– Die Kakaobutter im Wasserbad schmelzen.

– Danach die restlichen Zutaten mit der geschmolzenen Kakaobutter vermengen und zu einer geschmeidigen Masse verrühren.

– Wer Mandeln gut verträgt, der kann noch einige Mandeln in die Form geben, in die die Schokoladenmasse dann eingefüllt wird. Ich mische auch gerne einige getrocknete Rosenblüten mit dazu.

– Die Schokoladenmasse in Pralinen-/Schokoladeformen füllen, für einige Minuten in den Tiefkühlschrank stellen.

– Danach ausformen und im Kühlschrank aufbewahren.

 

Dieses Rezept wurde in Anlehnung an Attila Hildmann (siehe Literatur) kreiert.

 

Lasst es Euch schmecken!

 

Literatur

Green, Fern (2018): Power Snacks. Naschen ohne Zucker. 67 Rezepte für Energy Balls & Power Bars. München: Dorling Kindersley.

Hildmann, Attila (2012): Vegan for fit. Vegetarisch und cholesterinfrei zu einem neuen Körpergefühl. Hilden: Becker, Joest, Volk.

Kast, Bas (2018): Der Ernährungskompass. Das Fazit aller wissenschaftlichen Studien zum Thema Ernährung. München: Bertelsmann.

Maciocia, Giovanni (2017): Grundlagen der chinesischen Medizin. München: Elsevier.

Weaver, Libby (2018): Wunderbar weiblich. Gesundheit Ernährung Entspannung. Was jede Frau wirklich wissen sollte. Stuttgart: TRIAS.

Was ist denn eigentlich gesund?

Wenn wir beginnen uns damit zu befassen, was denn eigentlich gesund sei, dann werden wir schnell feststellen, dass es zahlreiche unterschiedliche Meinungen zu diesem Thema gibt. Viele wissenschaftliche Studien sind sehr widersprüchlich und sorgen für Verwirrung. Es gibt etliche Ernährungstrends und die jeweiligen VertreterInnen dieser Trends pochen darauf, dass sie richtig liegen. Gesunde Ernährung misst sich oft an Vitamintabellen und Kalorienzählen und vernachlässigt dabei individuelle Bedürfnisse und unser eigenes Körpergespür.

Wenn wir lernen (wieder) auf uns selbst zu hören und uns auf unser Gespür zu verlassen, werden wir sehr bald sehr genau wissen, was uns wirklich gut tut und was nicht, auch abseits von unserer Ernährungsweise. Es kann sehr wertvoll sein, auf den Erfahrungsschatz von östlichem und westlichem Wissen zurückzugreifen und diesen miteinander zu kombinieren. Die Chinesische Ernährungslehre etwa bietet uns wertvolle Tools, die nachhaltig für Stärkung sorgen und sich leicht in den Alltag integrieren lassen. Mit den passenden westlichen Kräutern und einigen ätherischen Ölen können wir zudem viel bewirken.

Das Verständnis von Gesundheit, das ich vertrete, beruht auf der Verbindung von östlichem und westlichem Wissen. Es geht hier vor allem darum, wieder ein Gefühl für unsere eigenen Bedürfnisse zu entwickeln, abseits von Nährwerttabellen und dem Zählen von Kalorien. Unser Körper ist unser bestes Barometer, um uns aufzuzeigen, ob die Entscheidungen, die wir täglich treffen, wohltuend sind, ob wir uns energiegeladen fühlen und Kraft zur Verfügung haben. (vgl. auch Weaver 2018: 10)

 

Wie wir unsere Gesundheit nachhaltig stärken können

Zunächst einmal sollten wir den Fokus immer auf die Freude legen, wenn wir unsere Gesundheit stärken wollen und uns vergegenwärtigen, dass wir uns bereits mit kleinen Veränderungen Gutes tun können. Oft braucht es gar nicht so viel, wie wir denken, damit wir uns wohler fühlen. Alles, was wir heute tun, hat nicht nur Einfluss darauf, wie wir uns heute fühlen, sondern auch darauf, wie es uns zukünftig gehen wird. Lassen wir es uns daher gut gehen – zum Beispiel mit nahrhaftem Essen, reichlich Ruhepausen, Mut zum Müßiggang, angenehmer Bewegung und duftenden Kräutern.

 

Nahrung auf allen Ebenen

Wir brauchen Nahrung auf allen Ebenen, damit es uns gut geht. Immer wieder sollten wir uns fragen, was wir brauchen, damit wir auf allen Ebenen gut genährt sind? Jede/jeder von uns wird etwas ganz anderes brauchen, um Wohlgefühl zu erzeugen. Dennoch gibt es ein paar Punkte, die uns alle darin unterstützen können, uns (wieder) wohl zu fühlen.

 

Auf der seelischen Ebene können wir uns wirklich einmal Zeit nehmen für uns selbst. Sagen wir JA zu den Dingen, die wir wirklich tun wollen und haben wir den Mut NEIN Zu sagen. Sagen wir NEIN ohne Schuldgefühle zu haben. Treten wir wieder dafür ein, was wir wirklich brauchen und uns aus tiefster Seele wünschen. Seien wir dankbar, für das, was schon da ist und drücken wir diese Dankbarkeit auch aus! Blicken wir auf das Vergangene zurück und machen uns bewusst, wie viel wir gelernt haben und was sich alles in unserem Leben entwickelt hat.

 

Auf der geistigen Ebene können wir uns auf das besinnen, das uns wirklich SINNVOLL erscheint. Welche Bücher lesen wir gerne? Gibt es ein bestimmtes Buch, das uns sehr weiter geholfen hat? Vielleicht möchten wir es noch einmal lesen. Welche Filme tun mir wirklich gut? Vielleicht lassen wir den Fernseher einmal eine Weile abgedreht, wenn wir merken, dass uns das Fernsehen eigentlich nicht bekommt. Was strömt permanent auf uns ein, das uns nicht stärkt? Vielleicht brauchen wir einmal eine Nachrichtenpause, eine Pause von sozialen Netzwerken, eine Pause von unserem Telefon, eine Pause von der ständigen Erreichbarkeit?

 

Auf der körperlichen Ebene können wir uns ECHTE Nahrungsmittel zuführen, also unverarbeitete Nahrungsmittel aus biologischem Anbau, die möglichst aus der Region stammen. Ernähren wir uns thermisch so, dass wir die Kälte oder Hitze der jeweiligen Jahreszeit durch entsprechende Nahrungsmittel und Zubereitungsarten ausgleichen und unseren Körper somit entlasten. Lassen wir Milchprodukte, Zucker und Alkohol im Übermaß aus und ersetzen wir Kaffee durch Grüntee. Streichen wir alle industriell gefertigten Nahrungsmittel aus unserem Speiseplan und bereiten wir unsere Nahrung nach Möglichkeit frisch zu. Bauen wir aromatische Kräuter in unsere Speisen ein und nützen wir die Heilkraft der Natur.

 

Gesund sein – Was bedeutet das eigentlich für mich?

Halten wir doch noch kurz inne und spüren nach, was es für uns selbst bedeutet gesund zu sein/was ein gesundes Lebensgefühl ausmacht.

Stellen wir uns zum Beispiel folgende Fragen: Was macht ein gesundes Leben für mich aus? Was bedeutet Gesundheit für mich?

Weiß ich, was meine Gesundheit schwächt? Wenn ja, was wäre das? Weiß ich, was meine Gesundheit stärkt? Was tue ich, um meine Gesundheit zu stärken?

Literatur

Weaver, Libby (2018): Wunderbar weiblich. Gesundheit Ernährung Entspannung. Was jede Frau wirklich wissen sollte. Stuttgart: TRIAS.

Duftende Rezepturen
Schwungvoll in den Frühling

Diese Woche ist bisher wunderschön sonnig und die Temperaturen sind angenehem mild. Der Frühling macht sich bemerkbar. Dennoch fühlen wir uns vor allem in Übergangszeiten oft nicht fit, sondern sind müde und erschöpft. Die Frühjahrmüdigkeit lässt grüßen. Vielleicht geht es euch auch so? Heute werden wir uns daher mit einigen duftenden Rezepturen beschäftigen, die mehr Energie in unser Leben bringen.

 

Mit ätherischen Ölen in den Frühling starten

Ich möchte euch kurz ein paar ätherische Öle vorstellen, die ich am liebsten verwende, wenn ich Energie und Kräftigung brauche oder einfach etwas sonnige Heiterkeit in mein Wohnzimmer holen möchte.

 

Atlaszeder (Cedrus atlantica)

Atlaszedernöl wirkt kräftigend, stabilisierend und antiallergisch (z.B. bei Heuschnupfen).

 

Grapefruit (Citrus paradisi)

Grapefruitöl wirkt zusammenziehend (Cellulite), antiseptisch (Raumluftreinigung) und psychisch aufhellend (Niedergeschlagenheit, nervöse Erschöpfung).

 

Limette (Citrus aurantiifolia)

Limettenöl wirkt stark entzündungshemmend, entkrampfend, vermittelt Heiterkeit und Fröhlichkeit, duftet nach Urlaub.

Vorsichtsgebote: Limettenöl ist photosensibiliserend, d.h. nach Anwendung auf der Haut für einige Stunden die Sonne meiden. Nur destilliertes Limettenöl ist nicht photosensibilisiernd.

 

Pfefferminze (Mentha piperita)

Pfefferminzöl wirkt besonders erfrischend, konzentrationsfördernd, stimulierend und schmerzlindernd. Mehr darüber habe ich hier (klick) geschrieben.

Vorsichtsgebote: Pfefferminzöl ist keinesfalls geeignet für Babys, Kleinkinder, Kinder mit chronischen Atemwegserkrankungen, Schwangere und Menschen mit Epilepsie.

 

Rosengeranie (Pelargonium graveolens)

Rosengeranienöl zählt zu meinen absoluten Lieblingsölen. Es wirkt ausgleichend, schenkt Balance im Leben und ist insektenvertreibend.

 

Rosmarin (Rosmarinus officinalis) Ct. Verbenon

Rosmarinöl gibt es in drei unterschiedlichen Chemotypen, wobei alle drei grundsätzlich stimulierend sind, Wachheit und Konzentration fördern, Klarheit bringen und den Blutdruck steigern. Mehr dazu habe ich in einem vergangenen Beitrag (klick) geschrieben.

Vorsichtsgebote: Rosmarinöle sind in der Schwangerschaft nicht geeignet und eignen sich außerdem nicht für Kinder unter 6 Jahren.

 

Thymian (Thymus vulgaris) Ct. Linalool bzw. Geraniol

Auch Thymianöl gibt es in unterschiedlichen Chemotypen. Grundätzlich wirken Thymianöle aufbauend, kräftigend, antibakteriell, antiviral, pilzhemmend und leicht entkrampfend. Ich verwende am liebsten den mildesten Chemotyp „Linalool“.

 

Wacholderbeere (Juniperus communis)

Wacholderbeerenöl wirkt konzentrationsfördernd und muntert auf. Außerdem wirkt das Öl entstauend.

Vorsichtsgebote: Wacholderbeerenöl sollte in der Schwangerschaft nur unter fachlicher Aufsicht verwendet werden.

 

Weißtanne (Abies alba)

Weißtannenöl ist aufrichtend, belebend, schenkt neue Energie und löst stressbedingte Erschöpfungszustände.

Vorsichtsgebote: Bei Überdosierung und bei oxidiertem Öl (v.a. in Kombination mit warmem Wasser) sind Hautreizungen möglich.

 

Zitrone (Citrus limonum) | Zedrat (Citrus medica)

Sowohl Zitronen- als auch Zedratöl wirken erfrischend, klärend und konzentrationsfördernd. Die Zedratzitrone gilt als die Ur-Zitrone, besteht vor allem aus der gelben Flavedoschicht und wird zur Zitronatherstellung herangezogen. Für mich duftet das ätherische Öl der Citrus medica ganz besonders fruchtig.

Vorsichtsgebote: Zitronen- und Zedratöl wirken photosensibiliserend, d.h. nach Anwendung auf der Haut für einige Stunden die Sonne meiden.

 

Duftende Rezepturen

Mit ein paar einfachen Rezepturen können wir für Frische und Schwung sorgen.

 

Balance | Mischung für die Duftlampe

Inhaltsstoffe:

3 Tropfen Zedratöl

2 Tropfen Rosengeranienöl

1 Tropfen Atlaszedernöl

Zubereitung:

– Diese Mischung in die mit Wasser befüllte Schale der Duftlampe träufeln.

 

Muntermacher | Raumspray

Inhaltsstoffe:

10 Tropfen Grapefruitöl

10 Tropfen Limettenöl

10 Tropfen Zedratöl

15 Tropfen Rosengeranienöl

5 Tropfen Rosmarinöl Ct. Verbenon

10 Tropfen Weißtannenöl

100 ml Weingeist

 

Zubereitung:

– Die ätherischen Öle mit dem Weingeist in eine saubere Glasflasche mit Zerstäuberpumpe füllen und als Raumspray verwenden.

Alle Zutaten, Leer- und Rührbehälter können in der feinfühlen Kräutermanufaktur & Duftpraxis (nach Terminvereinbarung) erworben werden.

Frohes Rühren!

Aphrodisiaka

Menschen haben Pflanzen immer schon zu unterschiedlichsten Zwecken genutzt, unter anderem als Aphrodisiaka. Um diese aphrodisischen Schätze der Natur wird es in diesem Beitrag gehen. Wir werden erkunden, was Aphrodisiaka eigentlich sind, wie sie verwendet werden und wie sie wirken. „Aphrodisiaka sind die Mittel der Aphrodite, die Hilfsmittel, mit denen der göttliche Genuß der Liebe erfahren wird.“ (Rätsch 2008: 116, [sic!)] Überall dort, wo Aphrodite mit ihren Füßen den Boden berührt hat, erblühten wunderschöne Blumen und Bäume.

„Aphrodite, die Göttin der Liebe und der Schönheit, von den Römern Venus genannt, war die schönste aller Göttinnen.“ (Bolen 2004: 327) In ihrem goldenen Gürtel barg die schöne Göttin alle Zauber der Liebe. Es gibt unterschiedliche Versionen zur mythologischen Geburt und Herkunft von Aphrodite. Viele Götter wetteiferten darum, um die Hand der Aphrodite anzuhalten und waren von ihrer Schönheit geblendet. Im Gegensatz zu anderen Göttinnen konnte Aphrodite ihren Göttergatten frei wählen und hat sich für Hephaistos, „den lahmen Gott der Handwerker und Schmiedegott“ entschieden. „Ihre Ehe mag die Verbindung von Schönheit und Handwerk bedeuten, aus der die Kunst entstand.“ (ebd. 2004: 328)

Die Qualität der Aphrodite ist es, sich selbst in die Welt einzufühlen, sich Zeit zu geben und sinnlich wahrzunehmen. „Der Aphrodite-Archetyp steuert die Freude, die Frauen an Liebe und Schönheit, an Sexualität und Sinnlichkeit empfinden.“ (ebd. 2004: 333) Aphrodite steht auch ganz stark für Kreativität: „Kreatives Arbeiten entsteht aus einer intensiven und leidenschaftlichen Verbundenheit – es ist beinahe wie eine Liebesgeschichte, bei der ein Mensch (die künstlerisch tätige Person) auf den »anderen« einwirkt, um etwas Neues zu kreieren.“ (ebd. 2004: 337)

Es ist nicht mehr rekonstruierbar, wann in der Geschichte das erste Mal ein Aphrodisiakum entdeckt und benutzt wurde. „Die ersten schriftlichen Hinweise auf den Gebrauch von Aphrodisiaka finden sich in sumerischen Keilschrifttafeln, altägyptischen Papyrusrollen und altchinesischen Orakelknocheninschriften.“ (Rätsch 2008: 29) In der Antike gab es etliche Kräuterbücher, die auf die aphrodisische Wirksamkeit vieler Pflanzen aufmerksam gemacht haben. Viele dieser erwähnten Pflanzen werden auch heute noch benutzt, obwohl im Rahmen der Christianisierung viel an diesem alten Kräuterwissen verloren ging, weil aphrodisische Pflanzen verteufelt wurden. (vgl. ebd. 2008: 30)

 

Was sind Aphrodisiaka eigentlich?

Als Aphrodisiaka werden grundsätzlich „den Geschlechtstrieb und die Potenz stärkende Mittel bezeichnet. Sie können erotisch sexuelle Empfindungen verstärken und intensivieren.“ (Alberts/Mullen 2003: 12) Aphrodisiaka wurden und werden in allen Teilen der Welt verwendet und sind im Laufe der Geschichte unterschiedlich betrachtet worden. Aphrodisiaka hatten oft auch die Aufgabe, die Fruchtbarkeit zu steigern und wenn wir uns einige der Pflanzen ansehen, dann werden wir sehen, dass diese auch heute oft eine fruchtbarkeitssteigernde Wirkung entfalten. (vgl. Rätsch 2008: 9)

Auf dem indischen Subkontinent gilt das Harz der weiblichen Hanfblüten als wichtigstes Aphrodisiakum, in China galt besonders der Ginseng als Allheilmittel und im Orient haben sich zahlreiche Rezepturen (u.a. die sog. Orientalischen Fröhlichkeitspillen) bis heute erhalten. Das wohl bekannteste pflanzliche Aphrodisiakum ist die Rinde des westafrikanischen Yohimbébaumes. Der Gebrauch dieser Rinde kann allerdings mitunter starke Nebenwirkungen verursachen.  „In Nord-, Mittel- und Südamerika wurden viele psychoaktive Pflanzen (z.B. Peyotekaktus, Engelstrompeten-Arten, Kokastrauch) und Pilze (Kahlkopf-Arten) bei religiösen Zeremonien, aber auch als Aphrodisiaka eingenommen.“ (Alberts/Mullen 2003: 14)

 

Wie wurden und werden Aphrodisiaka verwendet?

Um Mittel zu gewinnen, die der Liebe und Lust dienen, können wir auf Pflanzen zurückgreifen und diese auf unterschiedlichste Art und Weise verwenden. Je nach Ausgangsmaterial können die Liebesmittel beispielsweise eingenommen, äußerlich aufgetragen oder auch verräuchert werden.

Kulinarische Genüsse können für eine sinnliche Atmosphäre sorgen. Liebe geht ja bekanntlich durch den Magen. So wirken viele Speisen, in der richtigen Umgebung und mit dem passenden Gegenüber genossen, aphrodisisch. Die meisten aphrodisischen Kräuter und Gewürze sind aus der Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin thermisch warm bis heiß. Wir müssen, besonders bei ohnehin schon erschöpften Personen, aufpassen, dass wir uns nicht überhitzen, denn das würde bei einer ohnehin schon heißen Konstitution (nach der TCM) eher zu Unwohlsein führen als zu verstärkter Libido.

Liebestränke können unterschiedlich zubereitet werden, zum Beispiel in Form eines Tees, eines Dekokts oder auch mit Alkohol kombiniert.

Öle, Salben, Bäder sind eine duftende Möglichkeit, um Liebesmittel über die Haut in unseren Körper zu lassen.

Mit Räucherungen gelangen Duftstoffe durch die Nase in unser Gehirn, genauer gesagt in das limbische System, und beeinflussen so unsere Gefühle. Sie erreichen auch unser vegetatives Nervensystem und haben somit eine Wirkung auf viele Körperfunktionen, auf das Hormon- und Immunsystem. Düfte können auf unsere Atmung, unseren Herzschlag und auf viele andere Körperfunktionen Einfluss nehmen. (vgl. Werner 2013: 1; vgl. auch Keller 2006: 28 sowie Fischer-Rizzi 2008: 22)

Auch Rauchmischungen wurden und werden verwendet, um eine aphrodisische Wirkung zu erzielen. Schnupfpulver sind vor allem im südamerikanischen Raum sehr beliebt gewesen. Meist wurden fein zermahlene Pulver geschnupft. Aufgrund des bitteren Geschmacks werden einige Kräuter auch zu Pillen verarbeitet und so konsumiert. (vgl. Alberts/Mullen 2003: 14ff. sowie Rätsch 2008: 11ff.)

 

Wie wirken Aphrodisiaka?

Früher wurden die Pflanzengeister für die Wirkung von Aphrodisiaka verantwortlich gemacht. Heute schreiben wir die Wirksamkeit vor allem den  Inhaltsstoffen zu. Die Wirkung vieler aphrodisischer Kräuter und Nahrungsmittel kann jedoch auch heute noch nicht gänzlich erklärt werden, sondern beruht auf jahrhundertelanger Erfahrung.

Aphrodisiaka können auf unterschiedliche Art wirken. Wir können grundsätzlich zwischen direkten und indirekten Aphrodisiaka unterscheiden:

Direkte Aphrodisiaka „wirken direkt auf die Nervenbahnen im Sakralmark stimulierend, sodass die Erregbarkeit steigt, bei Männern die Errektion und bei Frauen die Orgasmusfähigkeit verstärkt wird.“ Die Wirkung basiert meist auf sehr starken Inhaltsstoffen, wie etwa Alkaloiden. Ein Beispiel dafür ist Yohimbin, das in der Yohimbérinde enthalten ist, und mit Vorsicht zu genießen ist! (Madejsky 2015: 91)

Indirekte Aphrodisiaka umfassen „alle Tonika, die den Kreislauf anregen und Lebenskraft spenden. Sie wecken mehr die Lebenslust und feuern eben nur indirekt die Liebeskraft an. Die meisten dieser indirekten Aphrodisiaka sind Gewürze oder Heilpflanzen mit erwärmenden Eigenschaften.“ Beispiele für indirekte Aphrodisiaka sind Rosmarin, Chili, Ingwer, Liebstöckel, Petersilie, Ginseng, Damiana. (ebd. 2015: 91) Entspannung ist oft essentiell für unser Lustempfinden. Hier helfen entspannende, krampflösende Kräuter/Gewürze/Öle wie zum Beispiel Rose, Jasmin, Muskatellersalbei oder auch Ylang Ylang.

Um aphrodisische Mittel zu erforschen, können wir uns auf zwei Arten annähern – ethnopharmakologisch und/oder mit Hilfe der westlichen Medizin. Die Ethnopharmakologie erforscht die Mittel, „die von verschiedenen Völkern zu bestimmten Zwecken benutzt werden. Zuerst wird erforscht, welche Pflanzen oder Tiere medizinisch, rituell oder aphrodisisch Verwendung finden, zudem untersucht man den kulturellen Zusammenhang.“ (Rätsch 2008: 26) Aufgeschlossene Forscher*innen probieren das Mittel möglicherweise sogar selbst. Nach der Bestandsaufnahme wird das Mittel hinsichtlich seiner Inhaltsstoffe untersucht. An dieser Stelle geht die ethnopharmakologische Forschung in die medizinische über.

Die moderne Medizin ist zu dem Schluss gekommen, dass es kein echtes Aphrodisiakum gibt. Nur Yohimbin (als Bestandteil der Yohimbérinde) wird zumindest von einigen Wissenschaftler*innen als solches anerkannt. Zu bedenken gilt hier, dass die meisten Stoffe isoliert und an Ratten unter sterilen Laborbedingungen getestet werden. Wie aussagekräftig solche Labortestungen tatsächlich sind, bleibt offen. Die westliche Medizin ignoriert „die Erfahrungen der Naturvölker, die seit Jahrtausenden mit ihrer Umwelt im Einklang gelebt, alle Pflanzen erprobt und diese in ihrer Kultur erfolgreich eingesetzt haben.“ (Rätsch 2008: 28)

 

Wer braucht Aphrodisiaka eigentlich?

Niemand braucht Aphrodisiaka wirklich, aber wir können diese sinnvoll einsetzen und dann heranziehen, wenn wir Schwung in unsere Liebesbeziehung zu uns selbst oder zu unserem Partner*/unserer Partnerin* bringen möchten. Aphrodisiaka können verglichen werden mit der Würze, die ein Essen verfeinert. Selbstverständlich können wir auch ohne Gewürze kochen, aber feiner schmeckt ein Braten oder Ofengemüse doch mit der passenden Gewürzmischung. „Viele Menschen haben gelernt, ihre Liebesbeziehung mit Aphrodisiaka und raffinierten erotischen Techniken lebendig zu erhalten oder zu vertiefen. […] Eine Beziehung wird damit reicher, lebendiger, kreativer und damit lebensfähiger.“ Aphrodisiaka sollten nicht aus einem Mangel heraus verwendet werden, sondern als „Bereicherung des gesunden Lebens“ betrachtet werden. (Rätsch 2008: 78)

„Voraussetzung dafür, dass Gewürze oder Heilpflanzen zur Erweckung der Liebeslust überhaupt wirken können, ist jedoch in den meisten Fällen, dass die Partner zuvor schon einmal Lust und Erfüllung miteinander erlebt haben.“ Aphrodisiaka können als eine Art „Verstärker“ betrachtet werden und „erfahrungsgemäß nutzen sie den Paaren am meisten, die sich ohnehin lieben und die sich immer wieder neu entdecken wollen.“ (Madejsky 2015: 90)

 

Wie können wir eine sinnliche Lebensweise kultivieren?

Um gemeinsam oder mit sich selbst eine sinnliche Zeit zu verbringen, können wir einige Dinge beachten:

 

– leicht und bekömmlich essen, frisch zubereitete Nahrung

Nahrung kann am besten verwertet werden, wenn wir diese möglichst bekömmlich zubereiten, also kochen und warm zu uns nehmen. Unser Essen bereiten wir so zu, dass es thermisch ausgewogen ist, möglichst alle Elemente beinhaltet und gut verdaut werden kann. Die Freude beim Essen ist für eine gute Verdauung essentiell! Auf Zubereitungen in der Mikrowelle, Tiefkühlkost und Fertignahrung sollten wir generell verzichten! Auch raffinierter Zucker, Milchschokolade und Süßigkeiten sollten nicht auf unserem Speiseplan stehen. Mehr über eine ausgewogene Ernährung findet ihr hier (klick).

 

– alles vermeiden, das unsere Reserven angreift

Sogenannte Genussmittel wie etwa Kaffee im Übermaß, Alkohol, Nikotin oder gar Drogen greifen unsere Reserven an und stärken uns in Wahrheit nicht! Ausreichende Bewegung, erholsamer Schlaf, eine ausgewogene Ernährung und ein insgesamt harmonisches, freudvolles Leben sind hingegen kraftspendend und somit auch förderlich für unsere Lust.

 

– Mut zum Müßiggang!

Für unsere Gesundheit ist es essentiell, dass wir Mut zum Müßiggang haben! Wir brauchen regelmäßige Phasen der Erholung und vor allem brauchen wir erholsamen Schlaf.

 

– uns warm halten

Wenn uns kalt ist, dann verbraucht der Körper Energie zum Aufwärmen, so dass weniger Energie für unsere Sexualität zur Verfügung ist. „Nieren- und Lebermeridian beginnen in den Füßen. Wenn die Zehen kalt sind, bewegt sich die Kälte durch diese Kanäle nach oben in die Genitalien und mehr Energie ist notwendig, um sie sexuell warm werden zu lassen.“ (Dunas/Goldberg 2004: 266)

 

– sinnliche Düfte, Kräuter und Nahrungsmittel in unseren Alltag integrieren

Unseren Alltag können wir mit sinnlichen Düften, würzigen Kräutern und wohlschmeckenden Nahrungsmitteln verfeinern. So stärken wir unseren Körper, Geist und Seele. Wir laden Kreativität in unser Leben ein und können uns für das Schöne, das unser Alltag zu bieten hat, öffnen.

Mit den passenden Kräutern, Gewürzen, ätherischen Ölen und Nahrungsmitteln können wir sehr viel bewirken. Das Pflanzenreich bietet uns einerseits wertvolle Tonika an, mit denen wir unsere (sinnliche) Energie wieder aufladen können. Andererseits stellt uns die Natur eine breite Palette an entspannenden, entkrampfenden Düften zur Verfügung. Aber auch unsere Durchblutung können wir mit Hilfe der entsprechenden Naturkostbarkeiten fördern.

Zu den entspannenden, die Sinnlichkeit unterstützenden ätherischen Ölen zählen beispielsweise die Rose (Rosa damascena), Jasmin (Jasminum grandiflorum), Ylang Ylang (Cananga odorata), Vetiver (Vetiveria zizanoides) sowie Muskatellersalbei (Salvia sclarea) und Vanille (Vanilla planifolia).

Kraft spenden etwa Rosmarin (Rosmarinus officianlis), Ingwer (Zingiber officinalis), Ginseng (Panax ginseng) und Damiana (Turnera diffusa). Ein besonders wichtiges Frauenkraut ist außerdem der Frauenmantel (Alchemilla vulgaris).

Duftende Rezeptideen findet ihr übrigens hier (klick).

 

Ich wünsche euch einen sinnlichen Valentinstag! Lasst es euch gut gehen!

 

Literatur

Alberts, Andreas/Mullen, Peter (2003): Aphrodisiaka aus der Natur. Von Alraune bis Zauberpilz. Bestimmung Wirkung Verwendung. Stuttgart: Kosmos.

Bolen, Jean Shinoda (2004): Göttinnen in jeder Frau. Psychologie einer neuen Weiblichkeit. Berlin: Ullstein.

Dunas, Felice/Goldberg, Philip (2004): Chinesische Liebesgeheimnisse. Alte Weisheiten für Glück und Gesundheit. München: Müller & Steinicke.

Fischer-Rizzi, Susanne (2008): Himmlische Düfte. Das große Buch der Aromatherapie. Aarau: AT.

Keller, Erich (2006): Aroma-Therapie. Berlin: Ullstein.

Rätsch, Christian (2008): Pflanzen der Liebe. Aphrodisiaka in Mythos, Geschichte und Gegenwart. Essen: Magic-Bookworld.

Madejsky, Margret (2015): Das alternative Kinderwunschbuch. Die besten Naturheilkonzepte für die Fruchtbarkeit. München: Arkana.

Werner, Monika (2013): Mind-Maps Aromatherapie. Stuttgart: Haug.

Seelentröster aus dem Pflanzenreich

Es gibt Phasen im Leben, in denen alles rund läuft. Wir sind spürbar in unserer Mitte. Und dann gibt es Phasen, in denen wir große Herausforderungen bewältigen müssen. Vielleicht wirft uns ein Ereignis aus der Bahn. Vielleicht wissen wir vor lauter Müdigkeit und Erschöpfung einfach nicht mehr weiter. Diese herausfordernden Phasen sind jene, in denen unsere Seele besonders viel Trost und Zuwendung braucht. Das Pflanzenreich bietet vielfältige Unterstützung, um unserer Seele tröstend beizustehen und uns insgesamt zu stärken und aufzubauen. Seelentröster aus dem Pflanzenreich stehen im Mittelpunkt dieses Workshops. Ätherische Öle und Hydrolate können uns in und nach krisenhaften Situationen duftend begleiten. Aber auch verschiedene Teekräuter und Gewürze können positiven Einfluss auf unser Seelenleben nehmen.

THEMEN:

– Welche Kräuter und ätherischen Öle helfen mir in krisenhaften Situationen?

– Was spendet Trost? Was baut mich wieder auf? Wie kann ich mir helfen?

– Praktische Anwendungsbeispiele

Was wir gemeinsam herstellen:

1x ausgleichender Körperspray (30 ml) • 1x Relax-Körperöl (30 g) • 1x I-feel-fine-Teemischung (30 g)

Termin

Fr, 15.03.2019 von 18.30-ca. 21.00 Uhr

Dieser Workshop findet in Kooperation mit dem Kneippbund statt.

Anmeldung, Teilnahmegebühr, Ort

Im Preis enthalten: Arbeitsmaterialien, Skriptum, Notizheft, Pausensnacks und Getränke

Eine Teilnahmegebühr von 80 Euro, inkl. MwSt. kann vor Ort bezahlt werden.

Für Kneippbund-Mitglieder gibt es eine ermäßigte Teilnahmegebühr von 72 Euro.

Anmeldungen sind unter praxis@feinfuehlen.at oder unter +43 664 22 70 710 möglich.

Feine Frühstücksideen
Frühstück für einen kraftvollen Tag

Der frühe Morgen hat etwas ganz Feines an sich. Die Welt ist noch entschleunigt, alles erwacht langsam und ein Tag voll neuer Möglichkeiten steht bevor. Außerdem können wir uns der, wie ich finde, schönsten Mahlzeit des Tages widmen. Für ein gutes Frühstück und ein bisschen Zeit zum Lesen, mein persönliches Morgenritual, stehe ich auch gerne früher auf. Diese Zeit am Morgen gehört nur mir selbst. Mit einem guten Frühstück lässt sich der Tag kraftvoll beginnen und diese Kraft des Anfangs bleibt nach einem nährenden Frühstück auch für den Rest des Tages weitgehend erhalten.

Nach chinesischer Auffassung ist das Frühstück die wichtigste Mahlzeit des Tages. „Man soll dem Körper dann Energie geben, wenn er sie braucht! Und das ist bevor er zu arbeiten beginnt!“ (Weidinger 2014: 159) Idealerweise starten wir mit einem ausgiebigen warmen Frühstück in den Tag, das uns mit Energie versorgt und ein Wohlgefühl entstehen lässt. Morgens erzeugt der Organismus aus der Nahrung vor allem Wärme für den Organismus. Ich achte seit vielen Jahren darauf, warm zu frühstücken. Ein warmes Frühstück gibt Energie und macht ein wohliges Bauchgefühl.

 

Frühstück vorkochen – wenn es einmal schneller gehen soll in der Früh

Oft nehmen wir uns keine Zeit für ein Frühstück oder schlingen nur schnell ein Brot oder ein Joghurt hinunter. Wir können allerdings auch nahrhaft frühstücken, wenn wir nicht viel Zeit haben! Am besten nehmen wir uns ein- bis zweimal pro Woche Zeit, um ein Frühstück vorzukochen. Für ein warmes Frühstück eignen sich auch ein gutes Süppchen, gekochter Reis, ein Kompott oder ein Getreidebrei. All diese Köstlichkeiten können vorgekocht werden und wir brauchen diese dann nur mehr erwärmen. Falls wir in aller Früh noch keinen Hunger haben, können wir das vorgekochte Frühstück auch in die Arbeit mitnehmen und dort genießen, sobald sich der erste Hunger bemerkbar macht.

In der Früh könnten wir uns außerdem angewöhnen ein bis zwei Teelöffel Leinsamenöl zu uns zu nehmen. Die Wirkung von Leinsamenöl ist gut erforscht. Das Öl zeichnet sich durch einen hohen Gehalt an Alpha-Linolensäure aus. Es ist besonders vielseitig einsetzbar und bietet bei verschiedensten Beschwerden gute Unterstützung. Es kann beispielsweise bei Stress, Nervosität, ADHSs sowie bei Wechseljahresbeschwerden, Atemwegserkrankungen, Allergien und Hauterkrankungen verwendet werden. (vgl. Krupalija/Karner 2014: 66f.)

 

Frühstücksideen – Rezepte für ein gutes Bauchgefühl

Wenn wir an Frühstück denken, dann denken die meisten von uns wahrscheinlich an Brot mit Marmelade oder Schinken und Käse. Wir denken vielleicht auch an gekochte Eier oder Eierspeise mit Speck. Einigen wird auch Müsli mit Joghurt in den Sinn kommen. Das war es dann aber oft auch schon. Ich möchte euch daher einige wohltuende Alternativen vorstellen, auf die ich selbst auch gerne zurückgreife.

 

Reiscongee

Wir können beispielsweise ein Reiscongee zubereiten. Hierzu wird Vollkornreis mit Wasser im Verhältnis 1:10 mehrere Stunden gekocht. Wir nehmen also etwa 100 g Reis, mischen diesen mit rund 1 Liter Wasser und lässt alles zunächst einmal aufkochen. Am besten nehmen wir einen möglichst großen Topf dafür. Danach drehen wir den Herd auf kleine Flamme und lassen alles einige Stund köcheln. Reiscongee ist äußerst bekömmlich und nährend, auch wenn es zunächst zugegebenermaßen ziemlich langweilig schmeckt. Wir können es daher noch mit allen möglichen Zutaten verfeinern und entweder eine süße oder eine pikante Version daraus machen. Ich mag Congee mit schwarzem Sesam und etwas gekochtem Gemüse am liebsten. Gut schmeckt Congee auch mit Nüssen, einer Prise Vanille und Kardamom. Reiscongee hält im Kühlschrank einige Tage.

 

Hühnersuppe bzw. Gemüsesuppe

Eine weitere Frühstücksidee, die sich im Vorfeld zubereiten lässt und mehrere Tage im Kühlschrank hält, ist eine nahrhafte Suppe.

 

Zutaten:

1 Junghahn

1 Bund Suppengemüse

4-6 Champignons

1 Zwiebel

1 Handvoll frische Petersilie

2 TL frisch gepressten Ingwer

etwas Zitronensaft

1 Prise Salz

1/2 TL Kurkuma

1/2 TL Angelikawurzel, getrocknet (in einem Teenetz mitkochen und nach dem Kochen entfernen)

2-4 getrocknete Feigen

ca. 2l Wasser

Zubereitung:

– Den Junghahn mit Haut und Knochen in einem Topf mit Wasser zum Kochen bringen, danach das Wasser wegschütten. Den Junghahn kurz zur Seite stellen. Wer kein Fleisch isst, der lässt diesen Schritt einfach aus und startet mit dem nächsten.

– Heißes Wasser in den ausgewaschenen Topf geben, Kurkuma dazu.

– Danach das klein geschnitte Suppengemüse (Karotten, Sellerie, Pastinaken, Petersilienwurzel) und die Champignons dazugeben.

– Zwiebel, Ingwer, Angelikawurzel und einen Teil der Petersilie hineingeben. Der andere Teil der Petersilie kommt zum Schluss frisch über die Suppe.

– Die Suppe nun nach Belieben salzen.

– Den Junghahn und etwas Zitronensaft in den Topf geben und die Feigen im Ganzen mitkochen.

– Die Suppe nun einige Stunden köcheln lassen.

 

Apfel-Birnen-Kompott

Zutaten:

4 Birnen

2 Äpfel

1 Msp. Vanille

1 Msp. Kardamom, gemahlen

1 Msp. Piment, gemahlen

1 Msp. Zimt, gemahlen

1 Msp. Nelkenpulver

250 ml heißes Wasser

1 TL Sesam

1 EL Mandelmus (optional)

etwas Zitronensaft

etwas Honig

eine Prise Salz

Zubereitung:

– Die Äpfel und Birnen schälen, in dünne Scheiben schneiden.

– Heißes Wasser kochen und die Birnenstücke dazugeben.

– Danach geben Sie die gemahlene Vanille, etwas Sesam und Mandelmus dazu.

– Anschließend werden Piment, gemahlener Zimt und Nelkenpulver hinzugefügt.

– Nun kommen eine Prise Salz und einige Spritzer Zitronensaft in das Kompott.

– Das Kompott kurz aufkochen lassen und dann ca. 10 Minuten auf kleiner Flamme köcheln lassen.

– Nach Wunsch mit Honig servieren.

 

Hirse mit Gemüse

Zutaten:

2 Tassen Hirse

Wasser

2 Karotten

4 Champignons

1 Kräutersaitling

1 Handvoll Koriander

1 kleines Stück Ingwer

Sesamöl

schwarzer Sesam

Salz

Kurkuma

Zitronensaft

 

Zubereitung:

– Wasser erhitzen und die Hirse in das heiße Wasser streuen und köcheln lassen.

– In einem anderen Topf die geschnittenen Karotten und Pilze in Sesamöl anbraten. Ingwer durch die Knoblauchpresse geben und hinzufügen.

– Ein wenig Salz dazugeben, einen Spritzer frisch gespresste Zitrone darunter mischen und danach alles mit etwas Kurkuma würzen.

– Das Gemüse mit schwarzem Sesam und frisch gehacktem Koriander bestreuen.

– Die gekochte Hirse nun mit dem Gemüse vermengen und genießen.

 

Eierspeise

Natürlich eignet sich auch die klassische Eierspeise als Morgenmahlzeit. Ich bereite diese gerne mit Ghee zu, streue etwas schwarzen Sesam und einige frische Kräuter darüber. Dazu passt ein selbst gebackenes Buchweizenbrötchen.

 

Ich wünsche euch einen guten Appetit!

 

Literatur

 

Krupalija, Tina/Karner, Ingrid (2014): Die Kraft der wertvollsten Pflanzenöle. Arganöl, Kokosöl, Wildrosenöl & Co. Wien: Kneipp Verlag.

Weidinger, Georg (2014): Die Heilung der Mitte. Die Kraft der Traditionellen Chinesischen Medizin. Steyr: Ennsthaler.

Ein gutes Bauchgefühl
Ernährung nach der TCM

Seit einiger Zeit mache ich die Ausbildung zur Ernährungsberaterin nach der Chinesischen Ernährungslehre (Traditionelle Chinesische Medizin/TCM), da ich diese Ernährungsweise für besonders stimmig halte und selbst erlebt habe, wie viel sich im Leben durch eine simple Ernährungsumstellung verändern kann. Dabei geht es immer um ein wohliges Bauchgefühl und nie um starres Kalorienzählen oder Nährwerttabellen. Die Ernährung spielt eine wesentliche Rolle zur Erhaltung unserer Gesundheit und wir können uns durch hochwertige Lebensmittel bestmöglich stärken. Ich möchte euch heute die Grundzüge der Chinesischen Ernährungslehre näher bringen.

 

Einteilung von Lebensmitteln

In der Chinesischen Ernährungslehre geht es vor allem darum, Lebensmittel in ihrer Gesamtheit zu erfassen und nicht darum, diese lediglich auf einzelne Bestandteile (wie etwa Vitamine) zu reduzieren. Die Lösung vieler gesundheitlicher Probleme liegt in einer gesunden, unserer Konstitution entsprechenden Ernährung. (vgl. Temelie 2008: 14f.) Lebensmittel werden nach Geschmack, Thermik, Wirkung und Farbe den Fünf Elementen Erde, Holz, Feuer, Wasser und Metall zugeteilt.

Die Fünf Elemente können auf vielfältige Weise miteinander interagieren. Wenn ein gesundes Gleichgewicht herrscht, dann wird jedes Element von einem anderen erzeugt und bringt ein weiteres hervor. Hier sprechen wir vom sogenannten Fütterungszyklus: „Holz nährt Feuer, die Wärme des Feuers erweckt die Erde zum Leben, aus der Erde wird Metall gewonnen, die Mineralien des Metalls machen das Wasser lebendig, Wasser nährt die Pflanzen (Holz).“ (ebd. 2008: 95; Hervorhebungen im Original; vgl. auch Maciocia 2017: 24)

 

Thermische Ausgewogenheit

Die thermische Wirkung basiert auf „Ausprobieren, Beobachtung und Instinkt.“ (Weidinger 2014: 188) Die sogenannte thermische Wirkung hat jeweils „spezielle Auswirkungen auf die Energien unseres Körpers.“ (Kafka 2016: 158)

Unterschieden werden folgende Temperaturen: heiß, warm, neutral, erfrischend (kühl), kalt. Wir ernähren uns thermisch idealerweise immer so, dass wir unsere inneren Zustände ausgleichen bzw. in Harmonie bringen. Wenn wir also, vereinfacht gesprochen, viel Hitze in uns tragen, dann werden wir versuchen diese durch kühlende Nahrungsmittel auszugleichen. Natürlich müssen wir in der Praxis noch tiefer gehen und nach den Ursachen forschen. Dieses Beispiel dient lediglich dem besseren Verständnis.

 

Heiße Nahrungsmittel sind zum Beispiel Alkohol, Pfeffer, Muskatnuss und Chili. Im Winter bieten diese Nahrungsmittel einen Ausgleich zur winterlichen Kälte. Heiße Nahrungsmittel sollten aber generell – auch im Winter – nur in Maßen konsumiert werden. Vor allem bei bestehender Hitze-Konstellation ist vom übermäßigen Einsatz dieser Nahrungsmittel abzuraten. Durch heiße Thermik können Entzündungen und vorhandene Hitze weiter angefacht werden. Die Säfte werden ausgetrocknet und auf längere Sicht wird unser YIN geschädigt.

 

Warme Nahrungsmittel sind zum Beispiel Gewürze wie Rosmarin, Basilikum und Thymian, Lauch, Zwiebel, Knoblauch oder auch Huhn. Diese Nahrungsmittel fügen dem Körper Wärme zu und sind in Maßen genossen sehr kostbar. Ein Zuviel an wärmenden Nahrungsmitteln jedoch kann zu Problemen führen – so etwa zu Anspannung, Gereiztheit oder Unruhe.

 

Neutrale Nahrungsmittel sind zum Beispiel die meisten Getreidearten, Hülsenfrüchte, Kohlsorten oder auch Rindfleisch. Solche Nahrungsmittel sind thermisch weder kühl noch warm, weder heiß noch kalt und haben meist einen süßen Geschmack. Der süße Geschmack wiederum baut Qi und Mitte auf. „Ihre ausgleichende Thermik kann den Körper in kein Ungleichgewicht bringen. Der größte Teil unserer Nahrung sollte daher aus dieser Kategorie kommen.“ (Kafka 2016: 158)

 

Erfrischende (kühle) Nahrungsmittel sind zum Beispiel Salate, die meisten Gemüse- und Obstsorten (ungekocht) und Soja. Die erfrischenden Nahrungsmittel regen die Bildung von Blut und Säften an, klären Hitze und wirken beruhigend auf Herz und Leber. Im Sommer sind kühle Nahrungsmittel ein guter Ausgleich zu den heißen Außentemperaturen. „Gekocht sind erfrischende Nahrungsmittel ideal, um ab Ende 30 das Blut und das Yin zu schützen! Sie behalten dann ihre blutaufbauende Wirkung, ohne zu kühl zu sein.“ (ebd. 2016: 159)

 

Kalte Nahrungsmittel sind zum Beispiel Südfrüchte wie Bananen, Kiwis oder Ananas sowie Salz, Algen, Wasser und Mineralwasser. „Sie schützen vor Hitze und dringen schneller und tiefer als kühlende Nahrungsmittel in den Körper ein. Auf Grund ihrer stark abkühlenden Wirkung können sie Hitze absenken. Doch sollten sie, wie auch die heißen Nahrungsmittel, nur sparsam und gezielt verwendet werden, da sie im Übermaß verwendet das Qi und das Yang schwächen.“ (ebd. 2016: 159)

 

Über die thermische Wirkung einer Speise entscheiden auch die Art und Weise der Zubereitung sowie die jeweils beigefügten Zutaten (zum Beispiel die verwendeten Gewürze):

 

  • NEUTRAL: Dünsten in wenig Wasser
  • ERWÄRMEND (Yang-Wirkung): Überbacken, langes Kochen (zum Beispiel Suppen)
  • ERHITZEND: scharfes Anbraten, Grillen, Zugabe diverser Gewürze, Zugabe von Alkohol
  • KÜHLEND: Kochen in reichlich Wasser, Kochen mit Südfrüchten (vgl. ebd. 2016: 160)

 

Geschmacksrichtungen

„Eine weitere zielgerichtete Auswahl von Nahrungsmitteln ist über die verschiedenen Geschmacksrichtungen möglich. Die fünf Geschmäcker stehen in einem direkten Bezug zu bestimmten inneren Organen. Süß reist zur Milz, Scharf zur Lunge, Salzig zur Niere, Sauer zur Leber und Bitter zum Herzen. Keine Geschmacksrichtung sollte überbetont werden, abgesehen von der süßen Kategorie: Sie wirkt ausgleichend und darf zum Energieaufbau den größten Teil der täglichen Nahrung ausmachen.“ (ebd. 2016: 160)

 

Der süße Geschmack wirkt befeuchtend, harmonisierend und energiespendend. Der scharfe Geschmack wirkt mobilisierend und zirkuliert Qi und Blut. Dieser Geschmack vermag Stagnationen aufzulösen, ist aber dennoch nur mit Vorsicht zu genießen, weil Schärfe die Säfte verletzen kann. Der salzige Geschmack wirkt erweichend und senkt die Energien in den unteren Teil des Körpers ab. Diesen Geschmack können wir zur Auflösung von Verhärtungen und Knoten einsetzen. Der saure Geschmack wirkt zusammenziehend (adstringierend) und bewahrt die Säfte. Dieser Geschmack wird vor allem verwendet, um die Körperflüssigkeiten zu schützen, so etwa bei Durchfällen, äußerer Hitze oder bei Schweißausbrüchen wie beispielsweise in den Wechseljahren. Der bittere Geschmack wirkt trocknend auf die Säfte sowie entzündungshemmend, ausleitend und senkt nach unten ab. (vgl. ebd. 2016: 160f.)

 

Ernährung für ein wohliges Bauchgefühl

Ein wesentlicher Punkt unseres alltäglichen Lebens ist die Nahrungsaufnahme. Wir alle essen und tun dies in der Regel auch mehrfach täglich. Wir können uns mehrfach am Tag stärken und zwar indem wir richtig essen! (vgl. Weidinger 2014: 132) Richtig zu essen bedeutet nach der Chinesischen Ernährungslehre für jeden etwas anderes. Der Zugang ist ein ganz individueller: Was für den einen bekömmlich ist, wird vom anderen nicht vertragen.

 

Nahrung zur Erhaltung unserer Gesundheit

In jedem Fall sollten wir uns wieder bewusst machen, dass die Nahrung dazu dient unsere Gesundheit zu erhalten! Im Einklang mit der Natur zu leben bedeutet auch sich im Einklang mit dieser zu ernähren, also das zu essen, „was die Natur zu dieser Zeit, in dieser Jahreszeit hervorbringt, und das zu essen, was unserer inneren Natur entspricht.“ (ebd. 2014: 52) Unsere Nahrung sollte immer aus frischen Zutaten aus biologischem Anbau stammen und möglichst saisonal und regional sein.

 

Instinktiv richtig oder intuitiv falsch essen

Wenn wir gut in unserer Mitte sind, dann spüren wir intuitiv, was wir vertragen und greifen automatisch zu den Nahrungsmitteln, die uns bekommen. Wenn das nicht der Fall ist, dann müssen wir erst wieder einen Weg finden, um auf unsere Instinkte zu hören. Wenn wir nicht in unserer Mitte sind, dann ernähren wir uns „INTUITIV FALSCH“, weil es „für den Körper viel anstrengender ist, etwas zu verändern, als einfach nur so weiterzumachen, wie man es bisher gemacht hat, auch wenn der Preis eine Erkrankung ist.“ (Weidinger 2014: 169; Hervorhebungen im Original) Veränderung kostet Energie und davon haben wir ohnehin oftmals wenig. Dennoch sollten wir der Veränderung eine Chance geben und einen Schritt nach dem anderen gehen.

 

Ausgewogenes Essen, Freude und ein wohliges Gefühl

Unser Essen bereiten wir so zu, dass es thermisch ausgewogen ist, möglichst alle Elemente beinhaltet und gut verdaut werden kann. Die Freude beim Essen ist für eine gute Verdauung essentiell!

Nach einem Essen sollten wir uns herrlich fühlen, also voller Energie, leicht, unbeschwert, wohlig. Wenn dies nicht der Fall ist, dann ist das ein Indiz dafür, dass wir das Essen nicht gut vertragen haben. Hier sollten wir ehrlich zu uns selbst sein und auf alles verzichten, das nicht ein wohliges Gefühl in uns erzeugt!

 

Gutes Essen, wenn wir wenig Zeit haben

Ausgewogen ernähren können wir uns übrigens auch dann, wenn wir wenig Zeit haben.

In diesem Fall können wir zum Beispiel Suppen, Getreidebrei oder Congee zubereiten. Diese Gerichte kochen sich praktisch von selbst, sind bekömmlich und wir können einige Tage davon essen.

 

Verzicht auf Mikrowelle, Tiefkühlkost und Fertignahrung

Auf Zubereitungen in der Mikrowelle, Tiefkühlkost und Fertignahrung sollten wir generell verzichten! Auch raffinierter Zucker, Milchschokolade und Süßigkeiten sollten nicht auf unserem Speiseplan stehen. Hier gibt es bekömmlichere Varianten (z.B. Kompott oder selbstgemachte Schokolade aus Kakaobutter). Ein Rezept für Schokolade gibt es hier (klick).

 

Verlässliche Essenzeiten und warme Getränke

Eine Regelmäßigkeit ist auch beim Essen von großer Bedeutung – sowohl aus chinesischer Perspektive als auch aus westlicher. Die Milz steht nach chinesischer Auffassung für unseren gesamten Verdauungsapparat. Sie ist unser Zentrum und schaut, dass es allen Organen im Körper gut geht. „Die Milz macht aus Nahrung und Atmung Qi und Blut.“ (ebd. 2014: 88) Regelmäßigkeit ist für die Milz wichtig. Wenn wir unser Essen immer zu einer anderen Uhrzeit einnehmen, dann kommt die Milz durcheinander und kann nicht vorplanen.

 

Idealerweise essen wir nur dreimal am Tag, trinken dazwischen heißes Wasser und gönnen unserer Milz Pausen, damit sie alle anderen Aufgaben auch gut bewältigen kann. Wir sollten grundsätzlich auch warm trinken. Wenn wir vor dem Essen kalt trinken, kühlen wir den Magen ab und „unsere Milz […] muss erst mühsam wieder aufwärmen, bis der ganze Speisebrei im Magen und Dünndarm Körpertemperatur hat.“ (ebd. 2014: 172) Warm trinken gleicht gewissermaßen einer „Streicheleinheit“ für unsere Milz. (ebd. 2014: 173)

 

Wir wissen mittlerweile, dass auch unsere (Darm-)Bakterien ihren Rhythmus haben und ihr Essen pünktlich und regelmäßig erwarten. „Wenn diese nicht zur richtigen Zeit gefüttert werden, erzeugen sie Stoffe, die ins menschliche Blut übertreten und dann äußerst unangenehme Gefühle auslösen. Was wir als Begleiterscheinungen des Jetlags erleben, stammt also auch vom chemischen Protest der Bakterien unseres Darms.“ (Moser 2017: 40)

Das Licht und die Zeitpunkte der Mahlzeiten gelten nach der Chronobiologie als „die wichtigsten Zeitgeber“, mit denen wir einen „wirksamen Hebel“ haben, den wir selbst aktiv einsetzen können und „mit dessen Hilfe wir Gesundheit und Wohlbefinden steuern können“. (ebd. 2017: 78)

 

TCM, day by day

Die Ernährung nach der TCM lässt sich ganz simpel in unseren Alltag integrieren. Bald gibt es einige Blogbeiträge mit feinen Rezeptideen für euch!

 

Literatur

Maciocia, Giovanni (2017): Grundlagen der Chinesischen Medizin. München: Elsevier.

Moser, Maximilian (2017): Vom richtigen Umgang mit der Zeit. Die heilende Kraft der Chronobiologie. Berlin: Allegria.

Weidinger, Georg (2014): Die Heilung der Mitte. Die Kraft der Traditionellen Chinesischen Medizin. Steyr: Ennsthaler.

Temelie, Barbara (2008): Ernährung nach den Fünf Elementen. Wie Sie mit Freude und Genuß Ihre Gesundheit, Liebes- und Lebenskraft stärken. Oy-Mittelberg: Joy.

 

Kosmetik selber machen
Badesalz

Heute gibt es wieder Neues aus der Serie „Kosmetik selber machen“ – ein duftendes Badesalz sorgt für Entspannung und hüllt uns in wohligen Duft. Ein Badesalz ist sehr einfach herzustellen: Wir brauchen ein Glas, etwas Meersalz und einige Tropfen ätherisches Öl. Außerdem können wir einige getrocknete Blüten mit dazu geben. Das sieht besonders schön aus.

Die Zutaten verwende ich alle in Bioqualität. Beim Einkauf ätherischer Öle achte ich darauf, dass ich nur 100% naturreine (echte) ätherische Öle verwende. Nur wenn die Qualität stimmt, die Dosierung passt und ätherische Öle verantwortungvoll eingesetzt werden, können diese ihre wohlwollende Wirkung entfalten.

Badesalz

Inhaltsstoffe:

50 g Meersalz

5-10 Tropfen ätherisches Öl (siehe unten)

nach Wunsch einige getrocknete Blüten (z.B. Rosenblüten, Lavendelblüten, Ringelblumenblüten)

 

Variante 1 | Blütenmeer

3 Tropfen Rosengeranie

1 Tropfen Rose

1 Tropfen Lavendel fein

nach Wunsch einige Rosen- und Lavendelblüten

 

Variante 2 | Vanille-Traum

4 Tropfen Vanille-Extrakt

1 Tropfen Mandarine rot

nach Wunsch einige Ringelblumenblüten

 

Zubereitung:

– Das Meersalz in ein Schraubglas füllen, die ätherischen Öle dazu träufeln, alles gut vermischen.

– Nach Wunsch noch einige Blüten dazu geben.

 

Alle Zutaten, Leer- und Rührbehälter können in der feinfühlen Kräutermanufaktur & Duftpraxis (nach Terminvereinbarung) erworben werden.

Frohes Rühren!

 

Kosmetik selber machen
Lippenpflege

Kosmetik selber machen ist eine wunderschöne Beschäftigung, die außerdem viele Vorteile mit sich bringt. Wir können selber entscheiden aus welchen Inhaltsstoffen unsere Hautpflegeprodukte bestehen und diese auf unsere individuellen Bedürfnisse abstimmen. Wenn wir Kosmetik selber machen, dann können wir auf wohltuende Rohstoffe zurückgreifen und Pflegeprodukte herstellen, die ohne Tierversuche konzipiert worden sind. Außerdem kommen wir ohne Mikroplastik und bedenkliche Konservierungsstoffe aus und werden nicht von großen Konzernen hinters Licht geführt. So ganz nebenbei produzieren wir weniger Müll, da wir keine unnötigen Verpackungsmaterialien brauchen.

Alle Produkte, die wir zur Hautpflege verwenden gelangen in unser Gewebe und in unseren Blutkreislauf und beeinflussen von dort aus unseren gesamten Organismus. Es liegt daher auf der Hand, dass gesunde, selbst gerührte Kosmetik mit natürlichen Rohstoffen eine positive Wirkung auf unseren Körper hat, denn auch unsere Haut braucht kostbare Nahrung.

Heute gibt es ein ganz simples Rezept für einen Lippenpflegestift. Die Zubereitung ist eine wahre Freude, denn der Raum füllt sich bei der Herstellung mit dem wohligen Duft von Bienenwachs.

Lippenpflegestift

Inhaltsstoffe (für ca. 6 Lippenpflegestifte á 6 ml):

10,5 g Bio-Bienenwachs (ungebleicht)

20 g Jojoba

9,5 g Mandelöl süß

 

Variante 1:

1 Tropfen Rosengeranienöl

1 Tropfen Melissenöl (10:90 in Jojoba verdünnt)

1 Tropfen Lavendelöl fein

 

Variante 2:

1 Tropfen Melissenöl (10:90 in Jojoba verdünnt)

1 Tropfen Vanille-Extrakt

 

Zubereitung:

– Bienenwachs, Jojoba und Mandelöl im Wasserbad erwärmen bis das Bienenwachs geschmolzen ist.

– Alles vom Herd nehmen und die ätherischen Öle dazu träufeln, umrühren, zügig abfüllen und auskühlen lassen.

 

Alle Zutaten, Leer- und Rührbehälter können in der feinfühlen Kräutermanufaktur & Duftpraxis (nach Terminvereinbarung) erworben werden.

Im Rahmen der feinrühren-Beratung kann Kosmetik übrigens selbst hergestellt werden. Wir verwenden dabei hochwertige Rohstoffe aus biologischem Anbau und stellen Hautpflegeprodukte her, die auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmt sind.

Frohes Rühren!